UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 67 → Review-Überblick → Re-Release-Review-Überblick → SACRED FEW – »Beyond The Iron Walls«-Review last update: 01.08.2021, 21:02:04  

last Index next

SACRED FEW – Beyond The Iron Walls

SHADOW KINGDOM RECORDS (Import)

Als sich diese Formation in den späten 70er Jahren zusammentat, war der Heavy Metal in Großbritannien zwar bereits kurz davor, mächtig durchzustarten und sollte kurze Zeit später auch tatsächlich groß werden, in den Staaten hingegen war noch nicht sonderlich viel los. Es sollte aber auch nicht mehr allzu lange dauern, ehe es im Underground mächtig brodelte und sich unter anderem in Cleveland, Ohio, der Heimat dieses Quartetts, einiges tat. Dennoch war SACRED FEW der Zeit ein wenig voraus, auch weil die Band als eine der ersten weltweit im erst entstandenen Genre eine Sängerin in ihren Reihen hatte.

Dieser Umstand brachte der Truppe zwar historische Aufmerksamkeit ein, von Erfolg war die kurze Geschichte von SACRED FEW aber leider nicht gekrönt. Auch, weil es die Formation lediglich auf einen Beitrag zum 1983 aufgelegten »Cleveland Metal«-Sampler (auf dem unter anderem SHOK PARIS, BREAKER und BLACK DEATH Songs verewigen durften), die Single ›Sacred Few‹ (mit ›Low Rider‹ als B-Seite) im Jahr 1983 sowie das nun in runderneuerter Version vorliegende Langeisen »Beyond The Iron Walls« brachte, das 1985 über ein offenbar längst nicht mehr existierendes Klein-Label namens SKULL RECORDS erschienen ist.

Für Sammler ist der Re-Release aber dennoch absolut empfehlenswert, zumal die Band eine feine Mixtur darbot, die stilistisch immer wieder an BLACKLACE erinnert, deren 1984er Debut »Unlaced« auch hierzulande zahlreiche Metalfans aufhorchen hat lassen. Der Vergleich ist nicht zuletzt deshalb angebracht, da deren Frontdame Maryann Scandiffio einen ähnlichen Vortrag an den Tag legte wie SACRED FEW-Sängerin Sandy Rago. Beide gingen nämlich durchaus aggressiv ans Werk, haben allerdings zu keiner Sekunde auf ein gewisses Maß an Melodik verzichtet. Passend zu den zwar relativ simplen gestrickten, vom Songwriting her jedoch auch im Zeitraffer betrachtet durchaus ausgereiften Tracks, konnte Sandy mit ihren Beiträgen Nummern wie das fulminante ›Wildlife‹, oder den programmatischen Ohrwurm ›Screamin' Guitars‹ immer wieder das Sahnehäubchen aufsetzen und der Band ein zusätzliches Wiedererkennungsmerkmal verabreichen.

Die Neuauflage erscheint wahlweise als Doppel-Vinyl-Ausgabe oder CD und enthält neben den zehn Original-LP-Tracks auch die beiden Nummern der erwähnten Single, sowie vier weitere Songs, die offenbar bis dato noch nicht veröffentlicht werden konnten. Zwar handelt es sich hierbei mit Sicherheit um keinen Klassiker der Musik-Geschichte, Metal-Historiker jedoch können beim Erwerb nichts falsch machen, zumal sich SACRED FEW durchaus auf Augenhöhe mit diversen erst viel später in Erscheinungen getretenen Bands befand.


Stefan Glas

 
SACRED FEW (Besetzung 1) im Überblick:
SACRED FEW – Beyond The Iron Walls (Re-Release)
© 1989-2021 Underground Empire


 
In Vorbereitung!
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Wir gedenken David Eagle, heute vor 6 Jahren verstorben. Unsere Berichterstattung über das Lebenswerk findet Ihr
Button: hier