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HUMAN ZOO – My Own God

FASTBALL MUSIC/SOULFOOD

Diese Balinger sind es in den letzten Jahren veröffentlichungstechnisch zwar eher gemächlich angegangen, dicht gemacht hat das Unternehmen aber keineswegs, sondern sich lediglich auf ihre Bühnenpräsenz konzentriert. Nun aber hat HUMAN ZOO mit »My Own God« endlich den Nachfolger zum vielerorts gefeierten 2011er Rundling »Eyes Of The Stranger« am Start.

Im Vergleich zu diesem fällt sofort auf, daß die neuen Tracks komprimierter und weniger verspielt ausgefallen sind. Durchaus denkbar, daß ein gewisser Reifeprozeß gewollt war und die Musiker so lange an den Songs werkten, bis sie vollends davon überzeugt waren. Auf jeden Fall kann das Album durchaus dahingehend interpretiert werden, denn dieses Mal wurde straffer arrangiert, wobei der Hörer keineswegs auf etwaige Feinheiten verzichten muß. Auch das Bekenntnis der Musiker zu den eigenen Wurzeln, die nun mal im Classic/Hard Rock zu finden sind, kommt deutlicher denn je aus den Boxen. Ansonsten hat sich nicht allzu viel geändert, das im harten Rock immer noch eher selten verwendete Saxophon spielt bei den Herren von der schwäbischen Alb immer noch eine sehr wichtige Rolle und weiß in den durch die Bank eingängigen Songs für zusätzliche Akzente zu sorgen.

Auch die Stimme von Frontmann Thomas Seeburger fügt sich gut ins Geschehen ein, auch wenn das Material in Summe aggressiver als früher klingt. Doch Thomas' dezent angerauhte Röhre, die in den eher ruhigeren Momenten entfernt an Michael Voss erinnert, scheint einfach wie geschaffen für Klänge, die man grob irgendwo in der Schnittmenge aus frühen GOTTHARD, heftigeren MAD MAX, BONFIRE und PINK CREAM 69 verorten kann.

Die Wartezeit für die Fans hat sich also definitiv gelohnt, denn »My Own God« enthält nicht nur sämtliche Trademarks der Band, die Scheibe kommt auch mit einer deutlich höheren Anzahl an Hooks aus den Boxen. Mit dem knackigen Opener ›One Direction‹, dem vom Text her überaus kritischen ›NSA‹ sowie der Hymne ›Wave Your Flag‹ hat HUMAN ZOO obendrein zumindest drei absolute Topkandidaten für jedes Rockradio im Talon.

http://www.humanzoo-music.de/

gut 11


Walter Scheurer

 
HUMAN ZOO im Überblick:
HUMAN ZOO – My Own God (Rundling-Review von 2016)
HUMAN ZOO – Precious Time (Rundling-Review von 2006)
HUMAN ZOO – ONLINE EMPIRE 32-"Living Underground"-Artikel
HUMAN ZOO – ONLINE EMPIRE 33-"Living Underground"-Artikel
HUMAN ZOO – ONLINE EMPIRE 48-"Living Underground"-Artikel
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