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HYPNOS (S) – Cold Winds

CRUSHER RECORDS (Import)

Die tschechischen Todesmetaller waren zwar die ersten und sind nun auch schon seit gut 15 Jahren aktiv, nach dem griechischen Gott des Schlafes benennen aber dennoch immer wieder Musiker ihre Bands. Unter anderem fĂŒnf Burschen aus Göteborg, die mit ihrem selbstbetitelten Erstlingswerk vor zwei Jahren auf Anhieb gehörig Staub aufwirbelten.

Verwechslungsgefahr besteht jedoch keine, zumal diese Schweden mit Death Metal nichts am Hut haben. Den Bandnamen zum Programm gemacht haben die Jungs aber auch nicht, im Gegenteil, ihre Liveshows waren von Anfang an geprĂ€gt von hingebungsvoller Darbietung im Stile der "alten Meister" sowie von reichlich Energie. Aber auch das besagte Debut wußte zu gefallen, selbst wenn die Inspirationsquellen recht rasch herausgefiltert werden konnten. Das jedoch war nicht weiter tragisch, zumal die Mixtur aus LED ZEPPELIN, WISHBONE ASH, BLACK SABBATH und diversen Einsprengsel aus dem Psychedelic Rock sowie der frĂŒhen NWoBHM wahrlich beeindruckend an den Hörer herangetragen wurde.

Die Mucke der Schweden konnte von Anfang an mehr als nur sprichwörtlich "HYPNO(S)tisieren", und jeder Fan des Erstlings wird auch vom neuen Dreher der Formation auf Anhieb begeistert sein.

Das Quintett, dessen Tracks manchmal so ziemlich genau in einer imaginĂ€ren Schnittmenge aus WITCHCRAFT (die verspielte, aber dennoch sehr spröde Darbietung, aber auch der Gesang lassen immer wieder an Magnus Pelander und seine Truppe denken) und HORISONT (deren locker-lĂ€ssige, völlig ohne Limitierung funktionierende Darbietung, aber auch die Tatsache, mit dem in der Muttersprache vorgetragenen â€șDet kommer en Dagâ€č eine völlig unkonventionelle Classic Rock-Hymne zu servieren, vereint diese beiden Bands) zu verorten sind, geht nĂ€mlich seinen Weg mit Konsequenz weiter und hat zudem vor allem hinsichtlich der EingĂ€ngigkeit der Tracks gehörig nachgelegt.

Will sagen, die harmonischen GitarrenklĂ€nge kommen noch eindringlicher aus den Boxen und auch die bereits auf dem Debut ab und an verwendeten Flöten bekommen mehr Entfaltungsraum. Vor allem mit dem fast neunminĂŒtigen Epos â€ș1800â€č, das phasenweise an eine heftiger rockende Ausgabe von JETHRO TULL denken lĂ€ĂŸt, erzeugt die Truppe hypnotische Wirkung und sorgt obendrein fĂŒr Suchtpotential.

Cooles Album, das rundum begeistert, jedoch zu keiner Sekunde den Namenspatron auf den Plan ruft!

http://www.facebook.com/hypnosboogie/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
HYPNOS (S) im Überblick:
HYPNOS (S) – Cold Winds (Rundling)
HYPNOS (S) – GBG Sessions (Rundling)
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