UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 67 → Review-├ťberblick → Do It Yourself-Review-├ťberblick → VEIL OF DECEPTION – ┬╗Tearing Up The Roots┬ź-Review last update: 04.12.2020, 15:33:10  

last Index next

VEIL OF DECEPTION

Tearing Up The Roots

(10-Song-CD-R: ÔéČ 15,-)

Zugegeben, mit einem solchen Bandnamen hat man bei mir schon mal einen Stein im Brett, auch wenn ich gerade deshalb musikalisch etwas v├Âllig anderes erwartet (und auch erhofft) hatte. Doch mit Bay Area-Thrash haben diese, in Wien ans├Ąssigen Burschen so gut wie gar nichts gemeinsam, obwohl Thrash in groovender Form zumindest einen Teil des musikalischen Klangspektrums darstellt.

Auf vorliegendem zweiten Dreher (das Debut ┬╗Deception Unveiled┬ź ist im Gr├╝ndungsjahr 2013 aufgelegt worden und brachte der Band erste Aufmerksamkeit und diverse Gigs in der Umgebung ein) offeriert das Quartett einen interessanten Mix aus verschiedensten Gangarten und H├Ąrtegraden - allesamt mit Hingabe vorgetragen. Positiv f├Ąllt das gelungene Changieren von heftigen Groove und Thrash-Eruptionen zu melodischen Passagen auf, zugleich kann man auch feststellen, da├č VEIL OF DECEPTION sowohl im Modern wie auch im Alternative Metal zu Hause ist. Der Vortrag wird durch einige Zutaten aus dem l├Ąssig-locker intonierten Stoner Rock sogar noch ein wenig facettenreicher, bleibt jedoch immerzu fl├╝ssig. Diese Parts konterpunktieren das fett bretternde Material immer wieder ganz gut, wof├╝r auch die vereinzelten Grunge-Elemente sorgen.

Offenbar scheint VEIL OF DECEPTION generell viel an einem ausgewogenem Auftritt liegen. Dieses Kunstst├╝ck schafft die Band auch von Beginn an, so leitet das fein-ziselierte Intro ÔÇ║Dream Within A Nightmare' das Modern Metal/Metalcore-Geballer ÔÇ║Stench Of FearÔÇ╣ nicht nur gef├╝hlvoll ein, es dient auch als die sprichw├Ârtlich gewordene Ruhe vor dem Sturm. Derart brachiale Gegens├Ątze pr├Ąsentiert die Band in weiterer Folge zwar nicht mehr, harsche Kontraste bleiben aber dennoch ein essentieller Bestandteil des Klangbildes. Auch, weil der urspr├╝nglich aus Spanien stammende S├Ąnger Daniel ├╝ber eine recht gem├Ą├čigte, klare Gesangstimme verf├╝gt und diese auch in keiner Sekunde ├╝berstrapaziert, sondern der Musik eine zus├Ątzliche nat├╝rliche, wenn auch im Vergleich zum instrumentalen Vortrag eher sanftm├╝tige Note verabreicht.

Als Fazit bleibt festzuhalten, da├č VEIL OF DECEPTION ein ├╝beraus ansprechendes, weil sehr abwechslungsreiches Werk geliefert hat. Zwar ist immer noch Luft nach oben, denn wirklich zwingende Momente sind leider nur vereinzelt zu vernehmen, das allerdings wird sich mit Sicherheit im Laufe der Zeit und gesammelter Erfahrung ├Ąndern.

http://www.veilofdeception.com/

abwechslungsreich


Walter Scheurer

 
VEIL OF DECEPTION im ├ťberblick:
VEIL OF DECEPTION – Tearing Up The Roots (Do It Yourself)
andere Projekte des beteiligten Musikers Daniel "Dan" Gallar:
NEPHWRACK – News vom 19.02.2011
NEPHWRACK – News vom 21.02.2012
┬ę 1989-2020 Underground Empire



last Index next

Der Geheimtip: Alles ├╝ber ACCEPT - in zehn Episoden. Der Anfang:
Button: hier