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PRONG – X - No Absolutes

STEAMHAMMER/SPV

Wirklich weg vom Fenster war das von Tommy Victor geleitete Unternehmen zwar nie, dennoch konnte man den Eindruck gewinnen, daß der einstigen Crossover-Institution irgendwann Mitte der 90er die Luft und die Ideen ausgegangen wären.

Mit ihrem 2012er Epos »Carved Into Stone« kehrten PRONG jedoch mit einem unerwarteten Hammer zurück, der sämtliche Band-Trademarks beinhaltete. Offenbar hielt zu diesen Tagen auch ein gewaltiger, immer noch existierender Motivationsschub Einkehr im Lager der New Yorker. Anders ist es nämlich nicht zu erklären, daß mit »X - No Absolutes« bereits die dritte Veröffentlichung seit besagtem "Comeback"-Album ansteht.

Kompromißlos wie eh und je, legt Meister Victor samt Begleitmannschaft darauf ein gewaltiges Riffgewitter vor und macht im Prinzip exakt dort weiter, wo er keine zwei Jahre zuvor mit »Ruining Lives« aufgehört hat. Auch in puncto Sound schließt der zehnte Dreher an besagten Vorgänger an, allerdings kam dieser mit wesentlich mehr Hooks und Melodien aus den Boxen geballert. Will sagen, aktuell scheinen sich die Herrschaften wieder verstärkt ihre heftigsten Werke als Inspiration und Orientierungshilfe herangezogen zu haben.

Nachzuhören unter anderem im schlicht brutalen Opener ›Ultimate Authority‹, in dem die Hardcore-Wurzeln der Truppe wesentlich deutlicher im Vordergrund erscheinen, als das in den letzten Jahren der Fall war. Aber auch ›Sense Of Ease‹ verfehlt seine Wirkung nicht und läßt den Zuhörer in Gedanken an einem der schweißtreibenden Auftritte des Trios teilhaben, selbst wenn der Rhythmus für diesen Fall akut kniegelenksgefährdend ausgefallen ist. Im weiteren Verlauf der Spielzeit lassen sich zwar durchaus auch eher zeitgemäßere Einsprengsel (wie die Synthie-Parts im Titeltrack) heraushören, im Grunde ist und bleibt das zehnte Album aber eines, das in erster Linie den Esprit der frühen Scheiben in die Gegenwart zu transferieren vermochte.

Wer PRONG also schon seinerzeit zu seinen Faves zählte (oder altersbedingt irgendwann mal zumindest die Klasse der früheren Alben des Trio für sich entdecken durfte), wird auch an Nummer 10 seine Freude haben!

http://www.prongmusic.com/

gut 11


Walter Scheurer

 
PRONG im Überblick:
PRONG – Beg To Differ (Rundling-Review von 1990)
PRONG – Prove You Wrong (Rundling-Review von 1991)
PRONG – X - No Absolutes (Rundling-Review von 2016)
PRONG – UNDERGROUND EMPIRE 6-"Demoklassiker"-Artikel
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