UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 65 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → LIGHTNING (J) – Â»Road To Ninja«-Review last update: 14.01.2021, 06:41:07  

last Index next

LIGHTNING (J) – Road To Ninja

SONIC REVOLUTION/SOULFOOD

Die Herren rund um Akira Takasaki haben erst in diesem Sommer eindrucksvoll bewiesen, daß mit ihnen immer noch zu rechnen ist und daß LOUDNESS zu recht als das AushĂ€ngeschild der japanischen Szene angesehen wird. Von anderen Metalbands war in der letzten Zeit allerdings nur wenig bis gar nichts zu vernehmen, zumindest nicht von fĂŒr Fans traditioneller Sounds relevanter.

Mit LIGHTNING wird nun endlich wieder einmal eine Formation dieser Ecke aus dem Land der aufgehenden Sonne bei uns vorstellig, von einer Newcomer-Band kann aber dennoch keine Rede sein, da die Truppe an sich bereits seit ĂŒber zehn Jahren besteht und in dieser Zeit auch schon fĂŒnf Langeisen aufgenommen hat. Der Bekanntheitsgrad des FĂŒnfers aus Tokio sollte sich nun einigermaßen Ă€ndern, denn man hat endlich einen Vertriebspartner in Europa gefunden und dieser legt mit »Road To Ninja« eine Compilation auf, die das Interesse der Fans an den Japanern wecken soll.

Wer jetzt KlĂ€nge im Stile von LOUDNESS oder anderen, einst bei uns zumindest einigermaßen bekannten Formationen wie ANTHEM oder EARTHSHAKER erwartet, dĂŒrfte allerdings ein wenig enttĂ€uscht sein. Mit Ausnahme des unverkennbaren Akzents erinnert bei diesen Burschen nĂ€mlich kaum etwas an die genannten Referenzen. Viel eher scheinen es jene fernöstlichen Bands zu sein, an denen sich LIGHTNING orientiert, deren Anliegen es war (und wohl auch immer noch ist), dem typisch europĂ€ischen - oder etwas genauer gesagt, jenem mit Ursprung in Hamburg - Metal zu frönen und diesen mit einer amtlichen neoklassizistischer Schlagseite und dezent progressiver Ausrichtung abzuliefern.

Wer sich also immer noch an Bands wie CONCERTO MOON oder DOUBLE DEALER erfreut, dĂŒrfte auch mit LIGHTNING sein GlĂŒck finden, wobei hinzugefĂŒgt werden muß, daß sich die Gitarristen im Vergleich weniger an Yngwie Malmsteen und dessen klassischen Darbietungen, sondern vielmehr an "zeitgenössischen" Frickel-Königen wie der DRAGONFORCE-Klampfen-Abteilung orientieren.

Ihre Sache machen die beiden Sechssaiten-KĂŒnstler mit Sicherheit auch nicht ĂŒbel, ihre Songs dagegen klingen in Summe nur bedingt spannend. So hat man zwar sehr wohl Melodien im Talon, mit Hooks dagegen wurde extrem sparsam umgegangen, weshalb die Nummern weder auf Anhieb hĂ€ngen, noch lĂ€ngerfristig in Erinnerung bleiben. Ausgenommen davon ist allerdings das Finale in Form der japanischen Version von â€șRaise The Sunâ€č, das mit seinem exotisch anmutenden Gesamteindruck punkten kann und an fast schon vergessene Tage erinnert.

http://www.ironchino.jp/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
LIGHTNING (J) im Überblick:
LIGHTNING (J) – Road To Ninja (Rundling)
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Einen Link zu UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE schalten? Kein Problem! Infos:
Button: hier