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DIAMOND DOGS (S) – Quitters & Complainers (Doppel-CD)

LIVEWIRE/CARGO

Man könnte fast meinen, diese Burschen würden sich an KROKUS-Mastermind Chris von Rohr halten, der sich in seiner Autobiographie mit dem unmißverständlichen Titel "Hunde wollt Ihr ewig rocken" unter anderem auch mit der Langlebigkeit von Rockbands befaßte. Definitiv kein Ende in Sicht ist nämlich bei den aus der schwedischen Hauptstadt stammenden DIAMOND DOGS, die sich vor etwas mehr als 20 Jahren zusammengetan haben, um dem Rock'n'Roll in seiner puren und urwüchsigen Form zu frönen. Unzählige Veröffentlichungen - und noch viel mehr Auftritte, unter anderem zusammen mit NAZARETH, THE QUIREBOYS und HANOI ROCKS - später, sind diese "Hunde" immer noch ungezähmt und überaus bissig.

Ihr Metier ist und bleibt der Rock im Sinne der "Altvorderen", sprich man fühlt sich auf ihrem neuesten Output immer wieder an die ROLLING STONES und Konsorten erinnert. Zudem pfeffern die "Dogs" immer wieder gehörigen Portionen Glam- und Blues-Rock unters Volk und sollten damit nicht nur in verschiedensten Zielgruppen, sondern auch in nahezu allen Altersklassen ihre Fans gefunden haben.

Daran wird sich auch nichts mehr ändern, denn es sind zwar erneut in erster Linie die bluesig intonierten Gitarren, die das Sagen haben, doch auch die Blues-Harp ist elementarer Beitrag auf diesem Album, wie man auch einmal diverse Bläser zum Einsatz kommen läßt. Und da man derlei Sounds ohne die berühmte Hammond-Orgel einfach nicht intonieren kann, sollte es auch nicht weiter verwundern, daß auch diese - bei den DIAMOND DOGS obendrein von niemand Geringerem als dem "Duke of Honk" persönlich bearbeitet - als essentiell für das Gesamterscheinungsbild bezeichnet werden muß, wie auch das von ihm bediente Honky Tonk Piano.

Mit Spielfreude und jeder Menge Seele ackern die Herrschaften durch ihre neuen Studiotracks, wobei man als Zuhörer sofort das dringende Bedürfnis verspürt, einer von diesen "Hundsviechern" veranstalteten "Rock'n'Roll-Party" livehaftig beiwohnen zu müssen. Diesbezüglich gibt es zumindest bedingt Abhilfe, denn als Bonus erhält man ein gut 70-minütiges Vergnügen mit dem selbsterklärenden Titel »Let's Have It - Live In Bilbao«. Wer die Truppe bis dato noch nicht live erleben konnte, bei dem dürfte damit das Verlangen danach gewaltig ansteigen, denn diese Band ist einfach für die Bühne geboren!

Nicht, daß die Studioaufnahmen keinen Spaß bereiten würden oder die DIAMOND DOGS dabei etwa schwächeln würde, derart mitreißend wie speziell in den Jams ausgeweiteten Tracks ›Brick Chase Bilbao‹ und ›Not Guilty‹ klingen aber wahrlich nicht alle Rock'n'Roll-Bands! Yeah!

http://www.facebook.com/pages/diamond-dogs-official/217113205031126

gut 11


Walter Scheurer

 
DIAMOND DOGS (S) im Überblick:
DIAMOND DOGS (S) – As Your Greens Turn Brown (Re-Release-Review von 2020)
DIAMOND DOGS (S) – Honked All Over Again (Re-Release-Review von 2020)
DIAMOND DOGS (S) – Quitters & Complainers (Rundling-Review von 2015)
DIAMOND DOGS (S) – Slap Bang Blue Rendezvous (Rundling-Review von 2022)
DIAMOND DOGS (S) – The Atlantic Juice (Re-Release-Review von 2020)
DIAMOND DOGS (S) – Too Much Is Always Better Than Not Enough (Re-Release-Review von 2020)
DIAMOND DOGS (S) – Weekend Monster (Re-Release-Review von 2020)
DIAMOND DOGS (S) – News vom 04.01.2019
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