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GODSLEEP-CD-Cover

GODSLEEP

Thousand Sons Of Sleep

(7-Song-CD-R: € 10,-)

Aus Griechenland - woher auch sonst, wurde uns doch lange Jahre von diversen Reiseveranstaltern suggeriert, dort würden sich die Götter wahlweise auf Urlaub oder gar zum Schlafen hin begeben - stammt diese Band. Zum Namen für ihre Band haben sich die vier Burschen aber offenbar weniger von ihrer Heimat, als vielmehr von einer Referenz aus den fernen US of A inspirieren lassen. Doch es sind nicht nur die hier offenkundig inspirativ wirkenden SLEEP, an deren Schaffen man sich im Verlauf der Spielzeit immer wieder erinnert fühlt. Die vier Hellenen lassen aus ihrem deftig-derben Stoner/Doom/Heavy Rock-Mix zudem auch die - in jenem Genre ohnehin unabdingbaren BLACK SABBATH heraushören, aber auch Anleihen bei YOB sowie - in den lässig-rockenden Momenten bei MONSTER MAGNET zu deren Frühzeit kommen zum Vorschein. Und weil es auch in Griechenland die gelbe Himmelsau mitunter dermaßen gnadenlos brennt, so daß es extrem trocken und fast schon nach Wüste anmutend heiß ist, nimmt man dem Quartett ihre satt groovenden an KYUSS angelehnten Passagen selbstredend auf Anhieb ab.

Das Coolste an der Geschichte ist aber, daß die Burschen von GODSLEEP aus all diesen Zutaten nicht nur einen formidablen Mix kreiert haben, sondern sie diesen obendrein mit einer gehörigen Dosis "Retro"-Sound aufgefettet haben. Vor allem die Gitarren lassen mehrfach Jimi Hendrix als Inspiration erkennen, was per se wenig überraschend wirkt. Die Tatsache, daß die mitunter fuzzig-verzerrte und dabei in einem zum Teil extrem langsamen Tempo angeschlagene Klampfe mit der an den "zeitgenössischen" Phil Anselmo erinnernden Stimme von Frontmann Kostas ein harmonisches Gesamtbild ergibt, jedoch sehr wohl.

Genrefreunde werden definitiv ihre Freude an der zum Großteil verdammt abgefahrenen Mixtur haben, der Rest der Welt sollte sich eher mit Vorsicht an GODSLEEP heranwagen.

http://www.facebook.com/godsleepband

Wo schlafen Götter wirklich?


Walter Scheurer

 
GODSLEEP im Überblick:
GODSLEEP – Thousand Sons Of Sleep (Do It Yourself-Review von 2015)
© 1989-2022 Underground Empire



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