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LACHRYMOSE-CD-Cover

LACHRYMOSE

Carpe Noctum

(10-Song-CD: Preis unbekannt)

An sich bei einer Black/Death Metal-Band namens ROTTING FLESH engagiert, haben sich die Herren "Blackmass" und "Mancer" vor einiger Zeit dazu entschlossen, ein Nebenprojekt zu starten. Für dieses krallten sich die beiden Musiker Sängerin "Hel" und Bassisten "Kerk", um unter dem Banner LACHRYMOSE die Welt mit Dark-Melodic-Doom-Metal zu erfreuen. Was die Eigenbeschreibung ihrer Mucke betrifft, hat die Band durchaus recht, denn die zehn Songs werden durch die Bank relativ langsam und episch vorgetragen und verbreiten zum Großteil auch eine entsprechend dunkel gefärbte Atmosphäre.

Leider ist bei den GriechInnen beim Komponieren aber mehrfach die "Kitsch-Kiste" außer Kontrolle geraten, weshalb so manche Passagen weder etwas mit Rock und noch weniger mit Metal, sondern lediglich mit jenen poppig-klebrig-süßlichen Sounds etwas gemeinsam hat, die ausschließlich in der eingeschworenen Gruftie/Gothic-Gemeinde goutiert werden. Statt auf melodische Doom-Riffs mit entsprechender Epik zu setzen, kredenzt man eher seichtere und einfacher gestrickte Musik und läßt dadurch "Hel" den Vortritt. Auch das ist nicht unbedingt die schlaueste Entscheidung der Herrschaften, denn die Dame verfügt zwar über eine durchaus hörenswerte Stimme, jedoch nur bedingt über Ausdruckskraft und noch viel weniger über Charisma. Dadurch entpuppt sich ihr Vortrag auf Dauer leider als schlicht monoton und nur geringfügig begeisternd.

Das ist aber nur halb so schlimm, denn wenn es die Dame in "Höhenregionen" zieht, ergreift man gegebenenfalls besser direkt die Flucht! Es sei denn, man zählt zur Spezies der eingeschworenen Fans von Operngesängen generell.

Kein Wunder also, daß jene Passagen von ›In A Reverie‹ die Highlights dieses Albums darstellen, für die man den kurzzeitig bei CANDLEMASS und aktuell bei THERION tätigen Thomas Vikström als Gastsänger rekrutieren konnte (Apropos: Wie wär's mal wieder mit 'ner DARK ILLUSION-Scheibe, der Herr?).

Schlecht gemacht ist die Chose in Summe sicher nicht, doch weder die amtliche Produktion von Chris Fielding (unter anderem PRIMORDIAL), noch die atmosphärisch spannend angelegten Arrangements sowie die zweifelsfrei vorhandenen durchaus ansprechenden Momente können die Scheibe davor bewahren als "gewöhnungsbedürftig" bezeichnet zu werden.

http://www.facebook.com/lachrymose.band.official

Da LACHRYMOSE einen Deal mit PURE STEEL PUBLISHING abgeschlossen haben, ist die CD im PURE STEEL-Shop erhältlich:

http://www.puresteel-shop.com/

gewöhnungsbedürftig


Walter Scheurer

 
LACHRYMOSE im Überblick:
LACHRYMOSE – Carpe Noctum (Do It Yourself-Review von 2015)
© 1989-2022 Underground Empire



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