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SACRILEGE (GB, Gillingham) – Six6Six

PURE STEEL RECORDS/SOULFOOD

Vor wenigen Wochen erst konnte man sich ein Bild vom Werk und Wirken dieser Herrschaften machen, schließlich einigten sich Band und Label auf die Veröffentlichung einer Art Compilation als Einstand. Besagtes Teil mit dem Titel »Ashes To Ashes« enthielt jede Menge frĂŒhen Stoff, der bis dato lediglich in Form von Demos kursierte, jedoch - als dezenter Wink in Richtung Zukunft - von einigen aktuellen Kompositionen vervollstĂ€ndigt wurde.

Keine schlechte Idee, zumal man außerhalb eingeschworener Underground-Zirkel bislang wohl noch nicht viel von dieser, aus dem britischen Gillingham stammenden Formation namens SACRILEGE mitbekommen konnte. Dabei existierte die von Bill Beadle 1982 gegrĂŒndete Truppe zunĂ€chst bis 1987, sprich wĂ€hrend der BlĂŒtezeit der NWoBHM, ehe eine Pause bis 2012 folgen sollte. Zwar hatte Bill SACRILEGE schon einige Zeit davor mehr oder weniger wiederbelebt, alte Demos in Eigenregie zusammengestellt und in CD-Format aufgelegt, bis er die Band aber als solche wieder an den Start bringen konnte, verging dennoch abermals einige Zeit.

Ihre Vorgeschichte wie auch ihre Wurzeln sind der Formation auf Anhieb anzumerken, denn auf »Six6Six« sind in erster Linie melodische, getragene NWoBHM-Sounds zu hören, die mitunter auch in Richtung des epischen Doom tendieren und zudem von einer mystisch-okkulten Umsetzung geprĂ€gt sind. Man stelle sich in etwa eine Melange vor, zu der die spĂ€teren Werke von DEMON (allen voran â€șLucifer's Soldiersâ€č wĂŒrde sich gut in einer Setlist von Dave Hill und Co. machen) ebenso einen essentiellen Beitrag leisten, wie diverse Epic-Doomer vom Schlage EPITAPH oder COUNT RAVEN. An letztere lĂ€ĂŸt vor allem die Stimme von Bill denken, die im wohl durchaus mit einem Augenzwinkern betitelten â€șForever Afterâ€č ebenso den jungen Ozzy in Erinnerung ruft wie jene von Dan Fondelius.

Mit dem zweiteiligen, von einem dezent progressiv anmutenden, instrumentalen Prolog eingeleiteten â€șEyes Of The Lordâ€č haben die Herrschaften zudem eine wahren Hitkandidaten am Start, der auf den ersten Eindruck hin als Monolith in seiner Gesamtheit ĂŒberzeugt. Da die Nummer aber auch von der mitreißenden IntensitĂ€t des Vortrags geprĂ€gt ist, schleicht sich selbst dieses Monumentalepos von zehn Minuten Gesamtspielzeit problemlos ins LangzeitgedĂ€chtnis. Chapeau!

http://www.sacrilegenwobhm.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
SACRILEGE (GB, Gillingham) im Überblick:
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