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DISASTER (CO) – Blasphemy Attack

IRON SHIELD RECORDS/NEW MUSIC DISTRIBUTION

Die Verwechslungsgefahr ist in diesem Fall riesig, zumal es nicht gerade wenige Bands mit diesem Namen gibt. Noch komplizierter wird der Fall, hĂ€lt man sich vor Augen, daß mehrere aller DISASTER benannten Formationen sich dem Thrash Metal verschrieben haben, unter anderem auch jene Kolumbianer, die mit »Blasphemy Attack« ihr erstes Langeisen auftischen.

In der Heimat ist die Truppe zwar lĂ€ngst eine große Nummer, dĂŒrfte sich jedoch vorwiegend bei diversen Club- und Festivalauftritten ihre Fans erspielt haben, denn diese mußten bislang mit einer einzigen Demo-Veröffentlichung namens »Rehearsal« vorliebnehmen. Gut zehn Jahre spĂ€ter wird jedoch endlich fĂŒr Nachschub gesorgt, wobei man sich auch hierzulande endlich am Werk und Wirken der SĂŒdamerikaner erfreuen kann, da sich dankenswerterweise ein Label der Belange der Burschen angenommen hat.

Daß mit »Blasphemy Attack« vorwiegend Fans der "alten Schule" bedient werden, lĂ€ĂŸt bereits das Cover vermuten, und diese Jungs fackeln auch tatsĂ€chlich gar nicht lange, sondern kredenzen schon mit dem eröffnenden Titelsong vertraute und heimelige KlĂ€nge, die allesamt der rabiaten Gangart zugeordnet werden können.

Ihre langjĂ€hrige Erfahrung (ein Großteil der Musiker von DISASTER ist oder war auch bei ACERO aktiv) merkt man der Band auf Anhieb ebenso an, wie auch ihre Hingabe zur Musik, denn der Thrash dieser Viererbande strotzt nur so vor Enthusiasmus und kommt auf einem durchweg hohen Energielevel daher.

DarĂŒber hinaus besticht aber auch die MusikalitĂ€t, mit der das Duo AndrĂ©s Álvarez und Felipe Lopez an ihren StreitĂ€xten loslegt. Jede Wette, daß die beiden demnĂ€chst selbst von Fans der MEGADETH-Liga respektiert werden. Dadurch erhalten selbst eher rĂŒde Brocken wie das von der BrachialtitĂ€t her an D.R.I. erinnernde â€șBurning Aliveâ€č gehobenen Anspruch, und zudem nehmen die Kolumbianer ihrem Material - das nahezu durchgehend auf einem hohen Tempo-Level angelegt ist und dadurch immer wieder an NUCLEAR ASSAULT als Inspiration denken lĂ€ĂŸt - die Gefahr auf Dauer zu ErmĂŒdungserscheinungen zu fĂŒhren.

Doch das ist keineswegs der Fall, denn diese Jungs verstehen definitiv etwas von ihrem Handwerk und ballern zu keiner Sekunde stumpf drauflos. Somit bleibt einzig der etwas gewöhnungsbedĂŒrftige, an einen heiseren Gerre erinnernde Gesang von AndrĂ©s zu bemĂ€ngeln, auch wenn dieser der Band zu einem Wiedererkennungsmerkmal verhilft.

http://www.disasterthrashmed.tk/

gut 11


Walter Scheurer

 
DISASTER (CO) im Überblick:
DISASTER (CO) – Blasphemy Attack (Rundling)
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