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MAUSOLEUM GATE – Mausoleum Gate

CRUZ DEL SUR MUSIC/AL!VE

"Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus" sagt man so schön, und genau das trifft auch in diesem Fall zu, denn es wird wohl einen guten Grund haben, weshalb man diese Finnen fĂŒr das 2015er "Keep It True"-Festival verpflichtet hat, obwohl die Burschen eben erst ihr Debut prĂ€sentieren. Klar, schon das Demo »Gateways For The Wicked« und auch die Single »Obsessed By Metal« sorgten fĂŒr gewisse Unruhen im Underground (und selbstredend auch die vor einigen Monaten erst aufgelegte Compilation, auf der besagter Stoff in umfassender Form verewigt wurde), doch daß der FĂŒnfer aus dem zentralfinnischen Kuopio in seinem aktuellen Status dermaßen einschlagen wĂŒrde, hĂ€tten wohl nicht einmal die Jungs selbst fĂŒr möglich gehalten.

Die ErklĂ€rung fĂŒr die ihnen entgegengebrachte Begeisterung liegt allerdings auf der Hand, denn das (mit einem zwar potthĂ€ĂŸlichen, dafĂŒr aber zumindest unverwechselbaren Cover ausgestattete) Album lĂ€ĂŸt jede Rocker mit Hang zur "FrĂŒhzeit" auf Anhieb in Wallung geraten. Basierend auf einem Klangbild, das sich aus Zutaten der spĂ€ten 70er und frĂŒhen 80er zusammensetzt, liefern die Finnen sechs Tracks, die an Abwechslung kaum zu ĂŒbertreffen sind, jedoch allesamt auf den Punkt gebracht und zu kleinen Kunstwerken werden konnten.

So legt man im Opener â€șMagic Of The Gypsy Queenâ€č in feinster NWoBHM-Manier (und mit DEMON-Gedenkmittelteil!) los, wĂ€hrend in â€șDemon Druidâ€č eher die 70er Schule regiert und die Band an eine Hammond-reduzierte URIAH HEEP-Variante denken lĂ€ĂŸt. â€șLost Beyond The Sunâ€č kredenzt dann epische MANILLA ROAD/OMEN-Anleihen, fundamentiert jedoch auf der Lockerheit und dem Ohrwurmfaktor der frĂŒhen SCORPIONS und von einem Iommi-GedĂ€chtnisriff getragen. Nach einem kurzen, mystisch angehauchten Intro geht es in â€șMercenaries Of Steelâ€č mit LIZZY-Harmoniegitarren weiter, die in einer AtmosphĂ€re mĂŒnden, die an frĂŒhe Epic-Helden wie MERCYFUL FATE oder CIRTIH UNGOL denken lĂ€ĂŸt, aber auch die Erhabenheit von zeitgenössischen Könnern wie ATLANTEAN KODEX intus hat. Bevor uns die Finnen mit dem namensgebenden Monumental-Epos - das ĂŒber elf Minuten pure Spannung bietet und zu Beginn mit akustischen Gitarren und feinen Gesangspassagen aufwartet, ehe es in weiterer Folge zu einer wahren Hymne gedeiht, die in einem regelrecht hypnotischen Refrain kulminiert - den Gnadenstoß verabreichen, wird uns noch die flotte NWoBHM-GedĂ€chtnisnummer â€șThere Must Be Demonsâ€č serviert, in der sich Gitarrist "Count LaFay" mit feinen Soli als AnhĂ€nger des jungen Michael Schenker outet.

Eine wahrlich beeindruckende Erstvorstellung dieser Burschen, deren Magie wohl nicht nur meine Wenigkeit auf Anhieb erliegen dĂŒrfte. Das "Tor" ist offen, tretet ein!

http://www.facebook.com/mausoleumgate

super 14


Walter Scheurer

 
MAUSOLEUM GATE im Überblick:
MAUSOLEUM GATE – Mausoleum Gate (Rundling)
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