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  UE-Home → History → Online Empire 56 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → CYANIDE SCREAM – »Battle On«-Review last update: 12.08.2022, 06:52:50  

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CYANIDE SCREAM – Battle On

KILLER METAL RECORDS/SAOL/H'ART

An sich stammt Bandgründer Steve Cone zwar aus New York, dennoch hat sich der Kerl vor einiger Zeit in der Wüste Arizonas niedergelassen, um sich dort - offenbar bewußt etwas abgeschieden und fernab von jeglicher Inspiration von außen - zunächst ein Studio einzurichten und Songs zu komponieren. Seine ursprüngliche Herkunft läßt sich aber dennoch vernehmen, denn die Melange, die uns sein Unternehmen CYANIDE SCREAM darbietet, versprüht jenen Esprit, wie man ihn eher aus versifften Clubs von Metropolen findet als in einer entlegenen Region. Intensiviert wird dieser Eindruck dadurch, daß NYC ja gemeinhin als "Schmelztiegel" gilt und sich das auch perfekt auf »Battle On« ummünzen läßt, denn das Trio läßt uns einen fulminant intonierten, in sich verschmolzenen Mix aus NWoBHM-Sounds, Heavy Rock und US-Metal vernehmen.

Zwar kenne ich das Debut »Unifinished Business« leider nicht, weshalb ein direkter Vergleich flachfällt, für den vorliegenden Zweitling läßt sich aber auf jeden Fall festhalten, daß sich das Trio (zu dem neben Steve Drummer Erik Fehrenbach und seit kurzer Zeit erst Bassist Mark Daven zählen) an allen genannten "Welten" orientiert, die Essenz daraus für ihre Gangart auf gelungene Weise für sich herausdestillieren konnte und damit einen wirklich guten Eindruck hinterläßt.

Desweiteren weiß das Dreigestirn auch ganz genau, wie man Fans für sich gewinnen kann, und hat daher auch jede Menge an Hooks und prägnanten Melodien und Refrains im Angebot, auch wenn diese mitunter - wie beispielsweise in ›Metal Head‹ - fast schon übertrieben häufig dargeboten wird. Aber sei's drum, besser zu viel als zu wenig und durch die Tatsache, daß mich die Herren vorwiegend aufgrund der Intensität mehrfach an eine weniger deftige Version von S.A. Adams erinnern, ist dieser Makel auch gleich wieder vergessen.

Hinzuzufügen bleibt noch, daß man mitunter auch Querverweise zu Heroen wie SAXON und früheren METAL CHURCH herstellen kann und CYANIDE SCREAM mehrere ordentliche, gefällige Tracks in ähnlicher Machart zu offerieren haben. Zwar fehlen noch die wirklich großen Momente, dennoch bekommt der Interessent ein Album, das sowohl soundtechnisch wie auch von der Atmosphäre her als amtliches Teil in Manier der "alten Schule", jedoch ohne "Retro-Patina" daherkommt. Thumbs up!

http://www.cyanidescream.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
CYANIDE SCREAM im Überblick:
CYANIDE SCREAM – Battle On (Rundling-Review von 2013)
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