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  UE-Home → History → Online Empire 11 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → Carl Dixon – »Into The Future«-Review last update: 26.03.2023, 22:35:51  

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Carl Dixon – Into The Future

MTM METAL/SPV

Er macht es uns nicht leicht, ihn zu lieben: Es gibt nur wenige, denen wir es verzeihen, wenn sie uns so lange zappeln lassen. Aber Carl Dixon hat mit seiner unglaublichen Stimme das beste Besänftigungsmittel zur Verfügung.

Zwischen 1982 und '85 erhielten wir von Carl und seiner damaligen Combo CONEY HATCH auf den drei Scheiben »Coney Hatch«, »Outa Hand« und »Friction« 1a-Holzfäller-AOR. Doch dann war bei CONEY HATCH der Ahornsirup aufgebraucht und wir mußten fast zehn Jahre auf Carls '92er Soloalbum »One« warten, das bei uns erst zwei Jahre später via LONG ISLAND veröffentlicht wurde. Doch diese Scheibe enthielt mit Stücken wie ›Good Time To Be Bad‹, ›Little Miss Innocent‹, dem Megadriver ›Run Reckless‹ und dem Ohrwurm ›Treacherous Emotions‹ zeitlosen melodischen Hard Rock, der mir heute immer noch in den Player rutscht. Daher wurde ich vor Freude schier inkontinent als ich hörte, daß Daddy Dixon uns nach so vielen Jahren endlich wieder mit seiner Sangeskunst erfreuen wollte.

Und er läßt uns mit »Into The Future« nicht im Stich: Vom Titelsong (Groove-Hymne) über das eingängige ›Back To Where We Started‹ und das flotte ›Rattled‹ bis hin zu ›Point Of No Return‹ (gigantische Bluesgitarre) bekommen wir von Carl Dixon rocking melodies, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit genießen kann. Daß er dabei im Studio von solchen Könnern wie Mike Hall (g, ex-KILLER DWARFS), Mark Santers (d, SANTERS) und Tim Harington (b, zuvor bei Aldo Nova oder Lee Aaron aktiv) unterstützen wurde kann man da fast schon als Randnotiz werten. Und wir verzeihen Carl auch das kleine Späßchen, Song Nummer 13 als ›Gone‹ zu titulieren, so daß er seinem Titel entsprechend "verschwunden" ist; ein etwas grober Scherz für jeden, der sich auf ein Schlußfeuerwerk gefreut hatte. Außerdem hätten wir statt der drei, zweifelsohne gelungenen Coverversionen (›Lonely You‹ von BAD FINGER, ›Little Bit Of Love‹ von FREE sowie Robin Trowers ›River‹) lieber eine Runde Dixon gehört. Wir hätten uns beispielsweise auch mit Neueinspielungen der CONEY HATCH-Immortals ›First Time For Everything‹, ›She's Gone‹ oder ›Girl From Last Night's Dream‹ zufriedengegeben. Aber ich will hier nicht das Haar in der durch und durch gut gewürzten Suppe suchen, sondern lieber Carl anflehen, daß er uns mit seinen nächsten Aktivitäten nicht bis ins Jahr 2010 zappeln läßt.

http://www.carldixon.com/

überragend 16


Stefan Glas

 
Carl Dixon im Überblick:
Carl Dixon – Into The Future (Rundling-Review von 2002 aus Online Empire 11)
Carl Dixon – One (Re-Release-Review von 2019 aus Online Empire 80)
Carl Dixon – One (Rundling-Review von 1994 aus Underground Empire 7)
Carl Dixon – One Voice, Two Hands (Rundling-Review von 2004 aus Online Empire 21)
Carl Dixon – Unbroken (Rundling-Review von 2019 aus Online Empire 81)
Carl Dixon – Online Empire 20-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2004)
Carl Dixon – News vom 25.08.2008
Playlist: Carl Dixon-Album »Into The Future« in "Playlist Heavy, oder was!? 59" auf Platz 5 von Stefan Glas
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