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DEMON LUNG – The Hundredth Name

CANDLELIGHT/SOULFOOD

Nur knapp mehr als ein Jahr nach ihrer Debut-EP »Pareidolia« haben uns die aus Las Vegas stammenden DEMON LUNG ein erstes Langeisen anzubieten, das zudem als Konzeptwerk mit okkulter, diabolisch-satanistischer Thematik kredenzt wird. Anzumerken dazu ist aber, daß man bereits seit langer Zeit an diesem Teil gearbeitet hat, sich jedoch erst nach dem Wissen, einen Deal ergattert zu haben und das Teil flĂ€chendeckend veröffentlichen zu können, an die Fertigstellung gemacht hat und von daher einige Songideen nicht mehr ganz neu sind. Dadurch erklĂ€rt sich wohl einigermaßen die Tatsache, daß DEMON LUNG im direkten Vergleich zu ihrer EP deutlich roher, deftiger und mit viel mehr Sludge-Anteilen daherkommen und die auf der EP dominierende Vortragsweise - den epischen Doom in Machart frĂŒhe CANDLEMASS treffen PENTAGRAM - nicht ganz so intensiv ans Tageslicht befördern. FĂŒr mich wirkt es gewissermaßen so, als ob man jene KlĂ€nge erst im Laufe der Zeit fĂŒr sich entdeckt hĂ€tte und davor in Ă€hnlich schroffer Manier losgelegt hat wie auf »The Hundredth Name«.

Wirklich weit entfernt von jenen elegischen Doom-Sounds klingen die Herren samt Lady Shanda Fredrick am Mikro aber dennoch nicht, man offenbart nur eine deutlich dunklere Seite, wodurch der Doom an sich eher als Fundament dient, auf dem das Konzept auf teils sogar recht böswillig anmutende Weise auszubreiten. In Summe klingen die Herren nebst Dame dadurch nunmehr sogar noch ein wenig intensiver und verfĂŒhren mit diesem Werk in erster Linie zum "Eintauchen" und "sich mitnehmen lassen" in die AbgrĂŒnde der "dĂ€monischen Lunge", wozu auch der rauhe Sound geradezu prĂ€destiniert ist. Eben jener macht hier einmal mehr das "Kraut" fett, und von daher ist die IntensitĂ€t des Albums keineswegs bloß der Band allein zuzuschreiben, denn auch die Produktion von Adam Myatt und Billy Anderson (der schon mit NEUROSIS, THE MELVINS oder auch SLEEP gearbeitet hat) und das Artwork von Tom Bates (war unter anderem fĂŒr AMORPHIS tĂ€tig) tragen einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtwirkung bei.

Dennoch ist es logischerweise der konsequent umgesetzte, dĂŒstere Okkult-Sound des Quartetts der den Reiz dieses Teils ausmacht, auch wenn sich Fronthexe Shanda im Vergleich zu Ă€hnlich agierenden Formationen (sorry, aber hier muß einfach der Name THE DEVIL'S BLOOD fallen, auch wenn musikalisch Welten dazwischen liegen) deutlich untergeordneter zeigt und ihre Stimme fĂŒr mein DafĂŒrhalten mitunter gar lediglich als zusĂ€tzliches Instrument zum Einsatz bringt. GĂ€nsehautalarm!

http://www.demonlungband.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
DEMON LUNG im Überblick:
DEMON LUNG – Pareidolia (Do It Yourself)
DEMON LUNG – The Hundredth Name (Rundling)
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