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NEMESIS (GB, Guernsey)-CD-Cover

NEMESIS (GB, Guernsey)

Forever In Metal

(11-Song-Digipak-CD: Preis unbekannt)

»Forever In Metal« - wie wahr! Wie schon desöfteren ausgeführt, gibt (und gab) es den Bandnamen NEMESIS schon so oft im Metal, daß dieses Wort in der Tat auf ewig mit der Metalszene verknüpft ist. Aktuellerdings sind beispielsweise Bands aus Argentinien, Deutschland, Griechenland, Indonesien, Italien, Kanada, Spanien, Tschechien, U.S.A., Venezuela als auch diese Briten von der Kanalinsel Guernsey mit dem Namen NEMESIS aktiv. Die Truppe wurde übrigens schon 1987 gegründet, als es gewiß noch nicht so viele NEMESISen gab, warf jedoch 1993 das Handtuch. Zehn Jahre später startete die Combo dann wieder unter dem alten Namen durch und legt mit dem schon 2011 erschienenen »Forever In Metal« seither die zweite Platte vor.

Ansonsten scheint auch das Intro die Scheibe glasklar auf Metal zu programmieren, denn besagter Auftakt hat ein wenig MANOWAR-Pathos abbekommen, der aber zugleich von Italo-Schwulst benetzt wurde. Doch schon das dezent ›Rock Bottom‹-mäßige Eröffnungsriff von ›Master Commander‹ oder ›The Blade‹ macht deutlich, daß NEMESIS auch noch andere Einflüsse kennen, bevor der Song dann doch wieder in recht bekannte Flugobjektbahnen dahingleitet.

Beim nachfolgenden ›The King Is Dead...Long Live The King‹ gibt es dann eine Ladung Pathos satt, und nicht nur das: Die Nummer ist schlicht großartig und das unbestrittene Highlight der Platte. Mit dem stürmischen ›Traitor‹ und seinem Sprachintro schwingt man sich dann sogar in ›Defender‹-Sphären auf, so daß die Ausbildung zum Mann des Krieges für NEMESIS wohl endgültig abgeschlossen erscheint.

Doch mit der pompösen Ballade ›End Of The Line‹ wird diese Ära anscheinend beendet, denn anschließend folgen zwei groovige Heavy Rocker, die durchaus die Frage aufwerfen könnten, ob wir es hier mit einer neuen Band zu tun haben, wenn man nicht unverkennbar die Stimme von NEMESIS-Sänger Danny Joyce identifizieren könnte. Da ist es auch kein Wunder, daß die Band anschließend ›Hurricane‹ von Y&T covert, denn diese Nummer paßt perfekt in das nun geschaffene Umfeld - und mal abgesehen davon gibt es für ein Y&T-Cover jederzeit einen Sympathiebonus.

Mit der "SAXON - so rockig wie möglich"-Nummer ›We Are Rock‹ wird jener Trip weitergeführt, während dann beim Schluß- und Titelsong der metallische König nochmal mit voller Pathospower angerufen wird.

Kurz: NEMESIS haben ein Album ohne durchschnittliche Songs produziert, doch zugleich ist es schwierig bis unmöglich, das kurzfristige Abgleiten ins "Kick Ass-Milieu" zu erklären. Talentierte Band, gute Scheibe, aber eben mit ein paar Fragezeichen zu viel. Beim nächsten Mal eine klare - und natürlich metallische - Linie und dann könnte es mit einem Deal klappen.

http://www.thenems.com/

Metal von der Insel vor der Insel


Stefan Glas

 
NEMESIS (GB, Guernsey) im Ãœberblick:
NEMESIS (GB, Guernsey) – Forever In Metal (Do It Yourself)
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