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THY GATE BEYOND – Enemy At The Gates

SG RECORDS (Import)

Mit ihren bisherigen Veröffentlichungen konnten sich diese Herrschaften aus Pescara nicht nur innerhalb der italienischen Szene einen respektablen Ruf erspielen, durch ihre letzten beiden Demos »A New Beginning« und »Enjoy Your Peace« wurde auch der Underground auf internationaler Ebene auf das Quartett aufmerksam. In dieser Tonart sollte es auch weitergehen, denn »Enemy At The Gates« erweist sich einmal mehr als durchaus respektables wie auch herzeigbares Ergebnis. Zwar mußte im letzten Jahr Simone Flammini als neuer SĂ€nger ins Line-up integriert werden, weshalb die Mucke der Italiener nunmehr sogar noch ein wenig deftiger brettert, an der Grundausrichtung hat sich jedoch nichts geĂ€ndert. Immer noch wird uns harsch intonierter, aber dennoch zumindest in AnsĂ€tzen melodischer Thrash kredenzt, der sich auf der einen Seite zwar durchaus an europĂ€ischen Vorbildern (auch frĂŒhe ACCU§ER dĂŒrften hier als Paten genannt werden) orientiert ist, ebenso aber auch an der "transatlantischen" Machart.

Vor allem was das Riffing betrifft, lĂ€ĂŸt uns Guido D'Agostino, der frĂŒhere Gitarrist von WOTAN (an dieser Stelle sollte man allerdings erwĂ€hnen, daß es sich nicht um die bekannten italienischen WOTAN aus Mailand handelt, sondern um eine gleichnamige Achtziger-Band, die ebenso wie THY GATE BEYOND in den Abruzzen, genauer, der Stadt Pescara beheimatet war - sg) und THY GATE BEYOND-BandgrĂŒnder immer wieder vernehmen, daß er offenbar gleichermaßen MEGADETH und ANNIHILATOR, aber auch OVERKILL zu schĂ€tzen weiß, lassen sich doch Inspirationen all dieser Bands in nicht gerade geringem Ausmaß eruieren. Ihr Handwerk als Musiker verstehen die Burschen generell recht gut, AusfĂ€lle gibt es auf diesem Album nĂ€mlich keine zu vermelden. Im Gegenteil, durch den ungemein rauhen Gesang ihres neuen Frontmannes kommt der zudem immer wieder von satten Grooves unterlegte Mix der Band im Vergleich zu frĂŒher noch ein wenig massiver daher, leidet jedoch in Summe ein wenig an seiner "Trockenheit".

Will sagen, die zwingenden Ideen sind den Burschen leider nicht wirklich zugeflogen.

Noch viel weniger mit Ruhm bekleckert hat sich die Band aber hinsichtlich des optischen Aspekts, wirkt das Cover doch mehr als nur mĂ€ĂŸig. Und als ob das nicht schon genĂŒgend potentielle Interessenten davon abhalten könnte sich »Enemy At The Gates« zuzulegen, muß zum Schluß auch noch die Frage erlaubt sein, ob es nicht ehrlicher gewesen wĂ€re, dieses Teil als EP unters Volk zu streuen zu versuchen, da eine knappe halbe Stunde fĂŒr einen Longplayer doch eher dĂŒrftig sind...

http://myspace.com/thygate

ordentlich 8


Walter Scheurer

 
THY GATE BEYOND im Überblick:
THY GATE BEYOND – Enemy At The Gates (Rundling)
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