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SAWHILL SACRIFICE – Deus Humana Satanas

VIOLENT JOURNEY RECORDS (Import)

Auch wenn das Pseudonym von Bandgründer B.B. Blade eher an Sleaze Rock oder ähnliches denken läßt, hat sich dieser Finne nebst Kollegenschaft dem derben Metal verschrieben. Zwar weiß man, daß sich B.B. und seine Mitstreiter Mandarax (Gitarre), B. Bogdanowitch (Baß), Thimns (Gesang), Lima (Drums) zunächst erfolgreich an einer haßerfüllten Death/Thrash-Variante versucht haben, doch davon ist für mein Dafürhalten auf ihrem ersten Langeisen nur noch die Bösartigkeit an sich geblieben, während es stilistisch bei SAWHILL SACRIFICE mittlerweile eher in Richtung Black Metal geht.

Diesen kredenzt man im Opener ›Void‹ auch gleich mit Nachdruck und zwar fast schon "norwegisch", agiert dabei wieselflink (mit Grüßen von MARDUK) und läßt mit surrenden Gitarren eine eiskalte Atmosphäre entstehen. Direkt und ohne Kompromisse klatschen und die Jungs also erst mal diese Breitseite um die Ohren, lassen jedoch im anschließenden ›Uhola‹ durch gekonntes Betätigen der Bremse vernehmen, daß man sich keineswegs auf Schwarzwurzel-Gebolze beschränken will und läßt erkennen, daß Death und Thrash (die "antike" Variante im Sinne früher SODOM oder EXCITER) noch immer zu Klangbild gehören. Dieses wurde sogar noch weiter ausgebaut und speziell in den bis dato bei den Finnen noch nicht zu vernehmenden eher getrageneren Kompositionen wie ›Slow Black Rain‹ lassen sei eine gewisse Erhabenheit und Epik entstehen, die für permanente Gänsehaut sorgt, wie ich generell die Atmosphäre dieses Albums als überaus mächtig, aber keineswegs als "bedrückend" empfinde.

Weniger begeistern kann mich dagegen der "Gesang", der permanent irgendwo zwischen heiserem Krakeelen, sowie derbem und böswilligem Keifen zuzuordnen ist. Schon klar, daß die Intensität der Kompositionen dadurch weiterhin zulegt, ein klein wenig mehr Abwechslung wäre diesbezüglich aber durchaus fein gewesen, denn auf lange Sicht verursacht die Gesangsdarbietung doch ein gewisses Nervenflattern - aber das könnte wiederum durchaus gewollt gewesen sein und paßt obendrein verdammt gut zu den brachialen Geschossen der Jungs.

http://www.sawhillsacrifice.com/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
SAWHILL SACRIFICE im Überblick:
SAWHILL SACRIFICE – Deus Humana Satanas (Rundling-Review von 2013)
SAWHILL SACRIFICE – Promo 2011 (Do It Yourself-Review von 2012)
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