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  UE-Home → History → Online Empire 54 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → VANDROYA – Â»One«-Review last update: 19.09.2021, 21:27:20  

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VANDROYA – One

INNER WOUND RECORDINGS/MUSICBUYMAIL

Nicht nur in ihrer Heimat Brasilien, sondern offenbar auch schon weit darĂŒber hinaus, um nicht zu sagen, fast auf dem gesamten sĂŒdamerikanischen Kontinent hĂ€lt man verdammt viel von dieser Band, die sich nun auch anschickt, Europa, Asien und eventuell auch Nordamerika zu "erobern". Durch die mittlerweile mehr als zehnjĂ€hrige Banderfahrung von VANDROYA, durfte man vom ersten, programmatisch »One« betitelten Langeisen daher auch einiges erwarten, nicht zuletzt deshalb, weil die Truppe mit der 2005er »Within Shadows«-Demo-CD fĂŒr viel Freude innerhalb der Abteilung des bombastisch anmutenden, ĂŒberaus melodischen Heavy Metal sorgen konnte. Nachvollziehbar, denn die Truppe macht ihre Sache ordentlich, auch wenn die Inspirationen und Einflußquellen schon nach kurzer Zeit offenkundig und als eindeutig "europĂ€isch" auszumachen sind.

Daß man dabei mitunter (wie in â€șThe Last Free Landâ€č, dem eigentlichen Opener) fast schon unverschĂ€mt nahe an BLINDHELLOSTRATOGAMMAFALL ist, ist dennoch nicht schlimm, denn das Quintett hat mit Frontdame DaĂ­sa Munhoz ein ĂŒberaus markantes (nicht nur optisch) "Erkennungsmerkmal" anzubieten. Die Stimme dieser Dame lĂ€ĂŸt zwar ab und zu an die junge Doro Pesch denken und ruft in den raueren Passagen auch KOBRA AND THE LOTUS-Frontqueen Kobra Paige in Erinnerung, erweist sich aber in Summe nicht nur als ĂŒber jeden Zweifel erhaben, die Band erhĂ€lt dadurch auch ein wichtiges Wiedererkennungsmerkmal.

Versiert sind mit Sicherheit aber auch ihre Mitstreiter, die sich an den Instrumenten zwar immer wieder zu lĂ€ssigen, aber dennoch anspruchsvollen Soli hinreißen lassen, dabei aber immer band- und songdienlich agieren. Durch unzĂ€hlige Breaks, Rhythmus- und auch StilĂ€nderungen, wie beispielsweise in â€șWithin Shadowsâ€č, das im Mittelteil fast schon in reinrassigen Prog-Metal-Gefrickel beinhaltet und die BrasilianerInnen auch fĂŒr Fans von SYMPHONY X oder DREAM THEATER interessant machen mĂŒĂŸte. Nicht minder von Bedeutung wirken auch die desöfteren fein sĂ€uberlich ins Gesamtbild integrierten symphonischen Passagen, wie auch der reichlich vorhanden Anteil Bombast, der jedoch niemals zu sehr ins Kitschige abdriftet, sondern eher mit der Erhabenheit von KAMELOT kokettiert.

Wohl nicht zuletzt dadurch erweist der nötige "Dreck" - wie in beispielsweise ihre ebenso von einer mit prĂ€gnanter Stimme gesegneten Frontlady angefĂŒhrten Landsleute von SHADOWSIDE trotz deren eher moderneren Ausrichtung intus haben - als das einzige echte Manko dieses Albums.

Inwiefern sich die "Zielgruppe" jedoch daran stoßen wird, weiß ich nicht; fĂŒr mich hĂ€tte es gerne ein wenig mehr sein dĂŒrfen.

http://www.vandroya.com/

vandroya@vandroya.com

gut 11


Walter Scheurer

 
VANDROYA im Überblick:
VANDROYA – One (Rundling)
VANDROYA – News vom 21.11.2012
andere Projekte des beteiligten Musikers Daisa Munhoz:
SOULSPELL – News vom 29.08.2012
SOULSPELL – News vom 24.12.2015
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