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CHARIOTS OF THE GODS

Tides Of War

(14-Song-CD-R: 10,- US-Dollar)

Bislang dĂŒrfte sich der Bekanntheitsgrad dieser Truppe aus der kanadischen Hauptstadt zwar auf eben jene beschrĂ€nken, dafĂŒr zĂ€hlt man dort aber bereits zu den Lokalhelden und hatte im erst knapp fĂŒnfjĂ€hrigen Bestehen bereits die Ehre, Shows fĂŒr illustre Kollegen wie MISFITS, VOIVOD, DESPISED ICON, KATAKLYSM, MISERY INDEX und BLACKGUARD zu eröffnen. Nicht ĂŒbel fĂŒr Jungspunde wie CHARIOTS OF THE GODS, die mit »Tides Of War« ihr Longplay-Debut abliefern. Die vor knapp mehr als zwei Jahren rausgedrĂŒckte EP »Reverence« konnte den Jungs aber nicht nur einige der genannten Gigs einbringen, sondern hat offenbar auch Glen Robinson auf die Band aufmerksam gemacht, der sich zuvor schon als Produzent von ANNIHILATOR oder QUEENSRĆžCHE einen Namen machen konnte.

Eben jener lĂ€ĂŸt die Tracks des Quintetts amtlich aus den Boxen ballern, auch wenn man hinzufĂŒgen muß, daß es so "sauber" gar nicht hĂ€tte sein mĂŒssen. Aber egal, der Großteil der Riffs kommt dennoch messerscharf und schneidig daher. Eben gerade so wie es sein muß, wenn man sich als Band einer zeitgemĂ€ĂŸen Gangart hingibt, wie jene Mixtur aus Melodic Death Metal und Thrash, mit der auch CHARIOTS OF THE GODS loslegen. Und "loslegen" tun die Jungs auch in aller Heftigkeit und mit reichlich Nachdruck. Verschnaufpause gibt es auf »Tides Of War« also so gut wie keine, und gerade darin ist auch die aktuelle "Problemzone" dieser Band auszumachen.

Im direkten Vergleich zu aktuell angesagten Formationen fehlt ihnen nĂ€mlich noch das gewisse "Etwas", weshalb die Chose auch noch ein bißchen schĂŒchtern rĂŒberkommt. Will sagen, man schafft es mangels großer Momente noch nicht wirklich, mit IN FLAMES (die Schweden sind auch in ihrer FrĂŒhphase schon deutlich ohrwurmstichiger unterwegs gewesen), ARCH ENEMY (die einfach die deutlich prĂ€gnanteren Melodien am Start haben), LAMB OF GOD (deren Beton-Groove hier leider nur in Spurenelementen zu vernehmen ist), TRIVIUM (die sich schlicht und ergreifend kurzfristiger ins GedĂ€chtnis einfrĂ€sen) und CHILDREN OF BODOM (an deren ausgefeilter Technik man einfach noch nicht herankommt) mitzuhalten, da man sich in der "Grauzone" einiger dieser Top-Acts bewegt und mit Sicherheit auch in deren Zielgruppe durchaus erfolgreich sein sollte.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden und diesbezĂŒglich darf man durchaus gespannt auf zukĂŒnftige Taten der Kanadier gespannt sein.

http://www.chariotsofthegods.net/

contact@chariotsofthegods.net

noch fehlt das gewisse Etwas


Walter Scheurer

 
CHARIOTS OF THE GODS im Überblick:
CHARIOTS OF THE GODS – Tides Of War (Do It Yourself)
CHARIOTS OF THE GODS – News vom 21.05.2014
CHARIOTS OF THE GODS – News vom 18.12.2014
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