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  UE-Home → History → Online Empire 52 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → TANTARA – Â»Based On Evil«-Review last update: 03.03.2021, 17:27:07  

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TANTARA – Based On Evil

INDIE RECORDINGS/EDEL

Wenn eine junge Band fĂŒr ihr Debutalbum als Produzenten die Szene-Legende Flemming Rasmussen auswĂ€hlt, braucht man wohl ĂŒber die stilistische Ausrichtung nicht weiter zu philosophieren, schließlich konnte sich der gute Mann durch seine Arbeit mit METALLICA geradezu ein Denkmal setzen. Da die vier jungen Norweger dafĂŒr offenbar aber auch ihr Label begeistern konnten, das diesbezĂŒglich wohl ein klein wenig in die Tasche greifen durfte, scheint man zumindest in deren Reihen von der QualitĂ€t der Formation ĂŒberzeugt sein. Zu recht, denn TANTARA haben sich dem Thrash Metal im Stile der frĂŒheren Bay Area-Generation verschrieben und wissen, jene Sounds wahrlich imposant darzubieten. Zwar sind es im Endeffekt weniger die bereits erwĂ€hnten Herren, an die man immer wieder denken muß, doch zumindest was das Gesamtklangbild betrifft, lĂ€ĂŸt sich deren Einfluß, wie auch das Handwerk von Rasmussen nicht von der Hand weisen.

Durch unzĂ€hlige verdammt lange, teils zunĂ€chst eher sperrige und erst im Laufe der Zeit nachvollziehbare Rifforgien sind es aber vordergrĂŒndig eher Helden wie HEATHEN oder auch VIO-LENCE, an die man bei »Based On Evil« denken muß. Nicht zuletzt aufgrund der Vielschichtigkeit, mit der die blutjungen Skandinavier loslegen, kommen mir gitarrentechnisch phasenweise noch MEGADETH, aber auch desöfteren sogar die aktuellen MACHINE HEAD-Großtaten (vor allem im Monumentalepos â€șPrejudice Of Violenceâ€č, der von getragen und nachdenklich bis hin zu brutal alles beinhaltet, was eine solche Komposition braucht) in den Sinn.

Alles in Butter? Leider nicht. Denn noch nicht ganz auf diesem Niveau agiert Fredrik BjerkĂž in seiner "Zweitfunktion" als SĂ€nger. Der Bursche weiß zwar perfekt, seine Aggressionen in Musik umzuwandeln, dennoch kommt sein mitunter eher heiseres Geschrei bei weitem nicht an den ĂŒberaus variantenreichen, immer wieder von melodischen und auch akustischen Intermezzi durchzogenen Instrumentalvortrag heran. In jenen, diesbezĂŒglich wohl durchaus an EXODUS angelehnten Brachial-Geschossen, wie dem fulminant dargebotenen â€șTrapped In Bodiesâ€č, das durch einige perfekt integrierte Breaks und Wendungen auf ĂŒber acht Minuten Spielzeit kommt und dennoch durch sein mĂ€chtiges AggressivitĂ€tspotential besticht, paßt die Stimme dagegen ganz gut, in Summe wĂ€r' ein klein wenig mehr an Abwechslung aber dennoch fein gewesen.

Dennoch ein wirklich gelungenes Debut dieser Burschen, die bis dato lediglich im Underground von sich reden machen konnten und von daher mit Sicherheit einen Riesenschritt auf der Karriereleiter absolvieren können.

http://www.tantara-thrash.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
TANTARA im Überblick:
TANTARA – Based On Evil (Rundling)
TANTARA – ONLINE EMPIRE 55-"Living Underground"-Artikel
TANTARA – News vom 11.02.2013
TANTARA – News vom 10.04.2013
TANTARA – News vom 03.06.2013
andere Projekte des beteiligten Musikers Max "Maxxx" Warnby:
MASTER MASSIVE – Black Feathers On Their Graves (Rundling)
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