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  UE-Home → History → Online Empire 52 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → TANTARA – »Based On Evil«-Review last update: 11.09.2022, 21:54:59  

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TANTARA – Based On Evil

INDIE RECORDINGS/EDEL

Wenn eine junge Band für ihr Debutalbum als Produzenten die Szene-Legende Flemming Rasmussen auswählt, braucht man wohl über die stilistische Ausrichtung nicht weiter zu philosophieren, schließlich konnte sich der gute Mann durch seine Arbeit mit METALLICA geradezu ein Denkmal setzen. Da die vier jungen Norweger dafür offenbar aber auch ihr Label begeistern konnten, das diesbezüglich wohl ein klein wenig in die Tasche greifen durfte, scheint man zumindest in deren Reihen von der Qualität der Formation überzeugt sein. Zu recht, denn TANTARA haben sich dem Thrash Metal im Stile der früheren Bay Area-Generation verschrieben und wissen, jene Sounds wahrlich imposant darzubieten. Zwar sind es im Endeffekt weniger die bereits erwähnten Herren, an die man immer wieder denken muß, doch zumindest was das Gesamtklangbild betrifft, läßt sich deren Einfluß, wie auch das Handwerk von Rasmussen nicht von der Hand weisen.

Durch unzählige verdammt lange, teils zunächst eher sperrige und erst im Laufe der Zeit nachvollziehbare Rifforgien sind es aber vordergründig eher Helden wie HEATHEN oder auch VIO-LENCE, an die man bei »Based On Evil« denken muß. Nicht zuletzt aufgrund der Vielschichtigkeit, mit der die blutjungen Skandinavier loslegen, kommen mir gitarrentechnisch phasenweise noch MEGADETH, aber auch desöfteren sogar die aktuellen MACHINE HEAD-Großtaten (vor allem im Monumentalepos ›Prejudice Of Violence‹, der von getragen und nachdenklich bis hin zu brutal alles beinhaltet, was eine solche Komposition braucht) in den Sinn.

Alles in Butter? Leider nicht. Denn noch nicht ganz auf diesem Niveau agiert Fredrik Bjerkø in seiner "Zweitfunktion" als Sänger. Der Bursche weiß zwar perfekt, seine Aggressionen in Musik umzuwandeln, dennoch kommt sein mitunter eher heiseres Geschrei bei weitem nicht an den überaus variantenreichen, immer wieder von melodischen und auch akustischen Intermezzi durchzogenen Instrumentalvortrag heran. In jenen, diesbezüglich wohl durchaus an EXODUS angelehnten Brachial-Geschossen, wie dem fulminant dargebotenen ›Trapped In Bodies‹, das durch einige perfekt integrierte Breaks und Wendungen auf über acht Minuten Spielzeit kommt und dennoch durch sein mächtiges Aggressivitätspotential besticht, paßt die Stimme dagegen ganz gut, in Summe wär' ein klein wenig mehr an Abwechslung aber dennoch fein gewesen.

Dennoch ein wirklich gelungenes Debut dieser Burschen, die bis dato lediglich im Underground von sich reden machen konnten und von daher mit Sicherheit einen Riesenschritt auf der Karriereleiter absolvieren können.

http://www.tantara-thrash.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
TANTARA im Überblick:
TANTARA – Based On Evil (Rundling-Review von 2012)
TANTARA – ONLINE EMPIRE 55-"Living Underground"-Artikel
TANTARA – News vom 11.02.2013
TANTARA – News vom 10.04.2013
TANTARA – News vom 03.06.2013
andere Projekte des beteiligten Musikers Max "Maxxx" Warnby:
MASTER MASSIVE – Black Feathers On Their Graves (Rundling-Review von 2020)
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