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  UE-Home → History → Online Empire 51 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → Sampler – Â»Split Yourself«-Review last update: 19.09.2021, 21:27:20  

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Sampler – Split Yourself

www.carnagedeathmetal.de

Coole Idee der Kollegen vom CARNAGE-Fanzine! Unter dem Titel »Split Yourself« hat man nĂ€mlich fĂŒnf Brachialtruppen aus den Tiefen des Undergrounds zusammengefaßt, um diese in Form eines Samplers einer breiteren Masse prĂ€sentieren zu können. Lohend scheint diese Vorgangsweise fĂŒr alle Beteiligten, denn wĂ€hrend sich die Bands die Aufnahmen und Herstellkosten aufteilen konnten, erhĂ€lt der Hörer einen guten Überblick ĂŒber das aktuellen Schaffen von fĂŒnf Brutal-Death Metal-Bands - und das fĂŒr ganze 8 Euro inklusive Porto!

Den Startschuß dĂŒrfen FETOCIDE geben, die man eventuell noch als DEFORMITY in Erinnerung hat. Brutal zwar im Ansatz, technisch aber ĂŒberaus versiert, so mörteln diese Jungs durch ihre drei Songs. Bemerkenswert ist zudem der Umstand, daß beispielsweise â€șBlindfoldâ€č trotz einer Spielzeit von ĂŒber sechs Minuten keineswegs eindimensional brachial daher gebrettert kommt, sondern ĂŒberaus abwechslungsreich und technisch ansprechend.

Noch ein wenig vertrackter, mitunter fast schon in Richtung Prog-Death orientiert klingen CEREBRIC TURMOIL. Diese - mir bislang völlig unbekannte - Truppe aus Berlin sollte durch ihr feinstrukturiertes Spiel, sowie unzÀhlige Breaks und jazzige Einsprengsel die DEATH/ATHEIST/CYNIC-AnhÀnger ansprechen. Feine Sache, bitte mehr davon!

Eher auf die Lach- als auf die Nackenmuskeln dĂŒrften es JOHNSTON angesehen zu haben, wie schon der Titel â€șJesus Stole My Tricycleâ€č verrĂ€t. Gelungen klingt auch das - hoffentlich nicht autobiographische â€șHerpialkonstruktionâ€č. Es muß ja nicht immer nur von Tod und Deibel gesungen werden, selbst wenn die "Hintergrundmusik" perfekt dafĂŒr geeignet wĂ€re.

Brutal Death in Reinkultur gibt es danach von VERY WICKED. Fettes Geballer und deftige Blasts kooperieren mit der abartig grunzgurgelnden Stimme. Zwar nicht unbedingt meine Baustelle, dem Groove kann man sich aber einfach nicht entziehen.

Zum Abschluß liefern dann TEARS OF DECAY den Beweis dafĂŒr, welch' essentielle Weisheit des allgemeinen KunstverstĂ€ndnisses im antiken Rom man uns bislang unterschlagen hat: â€șHeadbango ergo sumâ€č - noch Fragen? Wohl kaum, außer, daß ich mir immer schon sicher war, daß der alte Julius Caesar ein Rock'n'Roller gewesen sein muß!

Gelungene Idee, weitere Edition solcher Split-Veröffentlichungen dĂŒrfen gerne nachgereicht werden!

http://www.carnagedeathmetal.de/


Walter Scheurer

 
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