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BLACKEN MY MELODY

My Path To Hell

(5-Song-CD-R: € 3,- plus Porto & Verpackung)

Suggerieren Bandname und Albumtitel zunächst eher soundtechnische "Schwärze", folgt alsbald die Überraschung, daß dem nicht so ist. Anstelle dessen kredenzt uns das aus Berlin stammende Quartett nämlich eher Metalcore/Modern/Melo Death, jedoch nicht solchen von der "(Brech-)Stange", sondern als abwechslungsreiches Gebräu mit Hauptaugenmerk auf Melodien. Beeindruckend ist dabei vor allem die Gitarrenarbeit des Duos Daniel und Birt (der auch noch für den Gesang zuständig ist), denn diese beiden Burschen wissen nicht nur, amtlich zu riffen, sondern auch, daß Metal ohne Soli einfach nicht sein darf!

Man garniert die mitunter durchaus brutalen Nummern nämlich immer wieder mit herzhaften Solopassagen und weiß damit nicht nur, für Abwechslung zu sorgen, sondern die Mixtur auch mit einer eigenständigen Note zu versehen. Hinsichtlich ihrer Wirkung kommen mir dabei desöfteren die Nordlichter BURIAL VAULT in den Sinn, denen es auf ähnliche Art und Weise gelingt, vor kurzer Zeit noch "moderne" - mittlerweile längst wieder "untrendige" Elemente so zu kombinieren, daß ein erfrischendes Ergebnis herauskommt. Auch was die Melodik an sich betrifft, schwingen bei BLACKEN MY MELODY weniger Helden aus Göteborg als eher Inspirationen aus dem traditionellem Thrash Metal mit - wie beispielsweise ANNIHILATOR, deren Mastermind Jeff Waters wohl mehr als nur einmal belauscht wurde. Die von den Jungs als Einflußquellen angegebenen TRIVIUM und AS I LAY DYING lassen sich ebenso vernehmen, weniger dagegen auch genannten IN FLAMES, aber das sollte ohnehin demnächst egal sein, denn BLACKEN MY MELODY sind auf dem richtigen Weg, eine eigene Nische zu finden!

Wenn man es beim nächsten Versuch auch noch schafft, den Klargesang ausdrucksstärker darzubieten und die eine oder andere zwingende Hookline an den Start bekommt, kann man wohl in Bälde mit einem Deal rechnen. Für ein Debut geht die Chose aber auf jeden Fall in Ordnung!

http://www.facebook.com/blackenmymelody

gar nicht so schwarz


Walter Scheurer

 
BLACKEN MY MELODY im Überblick:
BLACKEN MY MELODY – My Path To Hell (Do It Yourself-Review von 2012)
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