UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 47 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → COFFINS – Â»Ancient Torture«-Review last update: 25.01.2021, 22:14:56  

last Index next

COFFINS – Ancient Torture (Doppel-CD)

DEEPSEND RECORDS (Import)

Auch wenn dieses Trio aus Tokio in einschlĂ€gigen Kreise als Kultobjekt gehandelt und ebenso verehrt wird, sei von Beginn an klargestellt, daß COFFINS nur fĂŒr Zeitgenossen mit extrem starken Nerven geeignet sind. Der Dreier offeriert nĂ€mlich ausschließlich brutalste KlĂ€nge, wobei die Melange der Japaner sowohl rĂ€udigen Doom in brachialster Machart enthĂ€lt, vorwiegend aber auf archaischem, extrem rumpelnden und bösartig tönendem Death Metal basiert. Mit ein Grund fĂŒr den Status der Band bei ihrer Klientel ist mit Sicherheit auch die Tatsache, daß die drei Burschen veröffentlichungstechnisch geradezu sensationell unterwegs sind, oder fĂ€llt Euch eine andere Truppe ein, die innerhalb von gerade einmal zehn Jahren zwei Demos, drei Langeisen, ein Compilation-Mini-Album, sowie jede Menge an Split-Scheiben eingespielt hat?

Wer sich bislang noch nicht an den ErgĂŒssen dieser Söhne Nippons erfreuen hat könnten, erhĂ€lt in Form der Retrospektive »Ancient Torture« nun einen verdammt gelungenen Überblick geliefert, denn Band und Label haben ein wahrlich imposantes wie derbes Paket geschnĂŒrt, das insgesamt 21 Tracks (wobei es sich ausschließlich um Songs von Split-Scheiben, sowie um bisher nur auf Vinyl verewigte Nummern handelt) enthĂ€lt und es (logischerweise auf zwei CDs aufgeteilt) auf eine Laufzeit von knapp zwei Stunden bringt. Nicht nur in den abartigen EigengewĂ€chsen wie â€șEat Your Shitâ€č (geprĂ€gt von einem Riff aus der "antiken" Stockholm-Schule), oder â€șOffalgrinderâ€č (CELTIC FROST treffen sich im Suff mit frĂŒhen MASTER zum Proben) lassen uns diese Burschen ihre EinflĂŒsse mit aller Deutlichkeit vernehmen, man zeigt das sogar noch deutlicher, denn es gibt es auch jede Menge an Covertracks zu hören. Vor allem durch das im Vergleich zum Original stimmtechnisch noch ein wenig kranker (!) anmutende â€șWasteland Of Terrorâ€č der niederlĂ€ndischen Gottheit ASPHYX, aber auch mit dem selbst ohne rot-weiß-roter Brille mĂ€chtig und imposant daherbretternden â€șBonesawerâ€č der Kult-Deather PUNGENT STENCH werden COFFINS im "Old School-Department" der Death Metal-Gemeinde mit offenen Armen empfangen werden. Diese wird in spĂ€terer Folge vom kurzen und krachenden CARNAGE-Cover â€șThe Day Man Lostâ€č gar in die Knie gezwungen und wird in dieser Position voraussichtlich auf eingeschworene CATHEDRAL-Maniacs treffen, die COFFINS ob ihrer nicht minder gelungenen Intonation von â€șEbony Tearsâ€č huldigen. Daß diese Burschen auch auf der BĂŒhne fĂŒr brachialsten Krach zu sorgen wissen, wird zum Schluß mit einer rumpeligen Liveversion des VENOM-Klassikers â€șWarheadâ€č unter Beweis gestellt. Im Vergleich zur unmittelbar davor plazierten Studioversion wird hier sehr deutlich klar, welche Wucht von COFFINS live freigesetzt wird.

All jenen, die sich an ordentlichem Krach ergötzen können, sei »Ancient Torture« wÀrmstens ans Herzchen gelegt, vor allem aber jene Zeitgenossen, die COFFINS bis dato noch nicht kennen.

http://www.coffins.jp/


Walter Scheurer

 
COFFINS im Überblick:
COFFINS – Ancient Torture (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Yoshiaki Negishi:
CHURCH OF MISERY (J) – ONLINE EMPIRE 48-"Living Underground"-Artikel
siehe auch: Split-CD von CHURCH OF MISERY (J) mit ACRIMONY (GB)
G.A.T.E.S – News vom 12.01.2011
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Update-Infos via Twitter gewĂŒnscht? Logo!
Button: hier