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  UE-Home → History → Underground Empire 6 → Review-Überblick → Demo-Review-Überblick → ESTROPIA – Â»Demo '91«-Review last update: 19.09.2021, 21:27:20  

”UNDERGROUND EMPIRE 6”-Datasheet

Contents:  ESTROPIA-Demo-Review: »Demo '91«

Date:  12.04.1992 (created), 29.03.2011 (revisited), 15.09.2011 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 6

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue still available, order here!

Comment:

Jepp, die im MĂ€rz 1990 gegrĂŒndeten ESTROPIA waren wohl in der Tat eine der ersten todesbleiernen Kapellen mit einem MĂ€del am Mikro; daß selbiges auch noch extrem putzig aussah, tat sein ĂŒbriges dazu, daß ESTROPIA eine bemerkenswerte Band waren. Ebenso auffĂ€llig war die Zusammensetzung der Band, die fast die komplette EU reprĂ€sentierte: So hatte nĂ€mlich der Schweizer Peter Zmoos (g) zusammen mit dem Italiener Fab Gnoni (d) die Band gegrĂŒndet. Im April 1991 nahm die Band dann jene Zusammensetzung an, die auch auf diesem Demo zu hören ist: Die französische SĂ€ngerin VĂ©ronique Michon und ihr langjĂ€hriger Kumpel Seb Domon (g) schlossen sich ESTROPIA an, die schließlich durch den spanischen Bassisten Pablo Ayuzo komplettiert wurden.

Im Info sprach die Band davon, daß man mittlerweile neue EinflĂŒsse wie Funk oder Klassik in die neuen Kompositionen eingebaut hĂ€tte. Doch davon sollte die Nachwelt nicht Zeuge werden, denn meines Wissens sollte dieses Tape die einzige Aufnahme von ESTROPIA bleiben.

P.S.: Als Bandphoto haben wir jenes Exemplar gewĂ€hlt, das auf dem kopierten Begleitbrief zu finden war, so daß selbiges ein wenig grobkörnig daherkommt. Es sieht allerdings noch deutlich besser aus als jener Shot, den man als richtigen Abzug beigelegt hatte; auf selbigem hatte man die Ausleuchtung leider so ungeschickt gewĂ€hlt, daß drei der weiter hinten stehenden Musiker fast komplett im Schatten absaufen.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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ESTROPIA-Logo

Demo '91

ESTROPIA-Bandphoto

Hinsetzen, festschnallen! Hier fliegt gleich der Frosch und jodelt der Ziegenbock! Was jetzt kommt ist schon fast eine kleine Sensation! Beginnen wir mal bei der Aufmachung, die schlicht super ist - mit Giger-Motiv auf dem Cover, was auch nicht mehr die neueste Idee ist, aber auf dem Demosektor noch nicht gemacht wurde (sieht man mal davon ab, daß die Hannoveraner CHILBLAIN zeitgleich genau das selbe Motiv, allerdings in einem kleineren Ausschnitt fĂŒr Ihr Democover gewĂ€hlt haben) und außerdem ESTROPIA einen professionellen und passenden Look verleiht. Weiter geht's mit dem Sound, der eigentlich ohne grĂ¶ĂŸere Bedenken Vinylstatus wert ist. Der Hammer jedoch ist die Musik! Zuerst jaulen sich die Gitarren einen ab, um sich dann mit ein paar Riffereien einzustimmen. Plötzlich ein Laut! Hoppla, hat sich da ein Waswolf gerĂ€uspert? Ach wahrscheinlich nur eine Fehlfunktion im meinem akustischen System! Kurz darauf folgen weitere Fehlfunktionen in Form von Stielaugen und einem Defekt der Kinnhydraulik. Es darf wohl nicht wahr sein! Ich schaue mir gerade die Photos von ESTROPIA an und denke, daß SĂ€ngerin VĂ©ronique mit ihrem Schmollmund sicherlich auch gute Chancen beim Film hĂ€tte, da legt diese Madame los und alles ist zu spĂ€t. Vergeßt Sabina vom Heiligen Moses und alle anderen weiblichen Brachialröhren, dieses MĂ€dchen macht sie alle naß! Obwohl VĂ©ronique aussieht, als hĂ€tte sie als Kind nie ihre FrĂŒhstĂŒcksflocken ganz gefuttert, schiebt sie hier ein Reibeisen vor sich her, daß selbst so mancher mĂ€nnliche SĂ€ngermutation grĂŒn, gelb und blau vor Neid werden wird. Man kann also noch so viele Bands gehört haben und ist doch nie vor Überraschungen sicher. Musikalisch könnte man ESTROPIA als Thrash-Band bezeichnen, die recht oft AusflĂŒge zu Onkel Grind unternimmt und sich wie erwĂ€hnt mit einem Gesang der Krasscore-Ecke schmĂŒckt. Dazu sei noch angefĂŒgt, daß die StĂŒcke sehr gut sind, so daß man also bei ESTROPIA von einer echten Alternative und Hoffnung in Sachen deathangelehntem Thrash sprechen.

Doch einen Kritikpunkt muß ich jedoch anfĂŒgen. ESTROPIA haben dem Demo ein Livevideo beigelegt, das deutlich macht, daß in diesem Bereich noch sehr viel zu tun. Die Action auf der BĂŒhne war gleich Null, und VĂ©roniques Ansagen waren auch sehr bescheiden. Daher zum Schluß meinen Rat an ESTROPIA - Ihr wißt ja, ich muß ĂŒberall meinen Senf dazugeben - mit der Musik so weitermachen und noch etwas variabler werden und ansonsten raus auf die BĂŒhne und so lange spielen, bis Ihr den Dreh raus habt und auch dort so ein Feuerwerk abbrennt wie auf Tape!


Stefan Glas

 
ESTROPIA im Überblick:
ESTROPIA – Demo '91 (Demo)
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