UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 46 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → DIVINE TO THE END – Â»Divine To The End«-Review last update: 05.11.2020, 18:45:40  

last Index next

DIVINE TO THE END

Divine To The End

(3-Song-Digipak-CD: Preis unbekannt)

Wie war das nochmal mit dem Fisch und dem Fleisch? Eine grundlegende Frage, die man sich bei DIVINE TO THE END durchaus stellen muß. Da die Burschen im Opener â€șFirestrikeâ€č recht simples Riffing mit markigen Synthie-Sounds unterlegen und Frontmann Christian dazu den "Modern Death"-Shouter gibt, denkt man als Zuhörer logischerweise an eine zeitgemĂ€ĂŸ agierende Metalband, die sich vorwiegend an heftigen Truppen der "Neuzeit" orientiert, dazu aber auch die "alte Schule" des simplen Rocks zu schĂ€tzen weiß. So weit, so gut, doch wenn die Jungs im anschließenden â€șWalk In Lineâ€č mit verdammt "leichter" Kost und deutschsprachigem Gesang "ĂŒberraschen", der zudem auch noch eher aufgesetzt wirkt, fehlt zumindest bei mir das VerstĂ€ndnis fĂŒr den Vortrag. Was denn nun?

Klar werden DIVINE TO THE END gerade damit den Zeitgeist treffen und mit dieser Nummer eventuell sogar ordentlich durchstarten, mich persönlich können sie mit dieser in Richtung des simplen Pop/Rock tendierenden Nummer dagegen nicht erreichen. Im Gegenteil, ich kaufe ihnen danach ihren heftigen Opener nicht mehr wirklich als "Anliegen" ab. Abwechslung tut an sich zwar gut, hiervon jedoch fĂŒhlt sich meine Wenigkeit doch eher verwirrt. Auch mit dem Finale â€șTrevor Was Wrongâ€č kommt nicht wirklich Klarheit ins Geschehen, denn dabei lassen die Burschen zwar erneut erkennen, daß sie amtlich Krach machen können, doch auch mit dieser Melo-Death/Metalcore-Komposition schaffen sie es leider nicht, fĂŒr klare VerhĂ€ltnisse zu sorgen. Speziell deshalb nicht, weil sie latent zu vernehmende, verspielte Frickeleien verkrampft zu einer homogenen Mixtur zu verknĂŒpfen versuchen und irgendwie den Eindruck vermitteln, nochmals mit Gewalt den "Metaller" raushĂ€ngen lassen zu mĂŒssen.

Als Fazit kann ich daher nur festhalten, daß DIVINE TO THE END zwar ĂŒber jede Menge an Ideen verfĂŒgen und diese spieltechnisch auch ganz gut umzusetzen imstande sind, ihre Intention, die sich zwar unmißverstĂ€ndlich "Neo-Pop-Metal" nennt, aber nicht wirklich glaubhaft an mich vermitteln können. Vielleicht hĂ€tten sich die Burschen schlichtweg mehr Raum (oder noch besser gesagt: mehrere Kompositionen) und Zeit (fĂŒr die Zielorientierung) fĂŒr diese Veröffentlichung lassen sollen, um eben nicht irgendwo zwischen den "Fisch- und Fleischregalen" zu landen.

Da DIVINE TO THE END aber auch dem Augenschein nach noch sehr jung sind, gehe ich davon aus, daß sich die Band schon beim nĂ€chsten Versuch eindeutiger ausdrĂŒcken und zudem zielorientierter loslegen wird.

http://www.divine-to-the-end.de/

info@divine-to-the-end.de

weder Fisch, noch Fleisch


Walter Scheurer

 
DIVINE TO THE END im Überblick:
DIVINE TO THE END – Divine To The End (Do It Yourself)
© 1989-2020 Underground Empire



last Index next

UNDERGROUND EMPIRE vor zwanzig Jahren!
Button: hier