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DIVINE TO THE END

Divine To The End

(3-Song-Digipak-CD: Preis unbekannt)

Wie war das nochmal mit dem Fisch und dem Fleisch? Eine grundlegende Frage, die man sich bei DIVINE TO THE END durchaus stellen muß. Da die Burschen im Opener ›Firestrike‹ recht simples Riffing mit markigen Synthie-Sounds unterlegen und Frontmann Christian dazu den "Modern Death"-Shouter gibt, denkt man als Zuhörer logischerweise an eine zeitgemäß agierende Metalband, die sich vorwiegend an heftigen Truppen der "Neuzeit" orientiert, dazu aber auch die "alte Schule" des simplen Rocks zu schätzen weiß. So weit, so gut, doch wenn die Jungs im anschließenden ›Walk In Line‹ mit verdammt "leichter" Kost und deutschsprachigem Gesang "überraschen", der zudem auch noch eher aufgesetzt wirkt, fehlt zumindest bei mir das Verständnis für den Vortrag. Was denn nun?

Klar werden DIVINE TO THE END gerade damit den Zeitgeist treffen und mit dieser Nummer eventuell sogar ordentlich durchstarten, mich persönlich können sie mit dieser in Richtung des simplen Pop/Rock tendierenden Nummer dagegen nicht erreichen. Im Gegenteil, ich kaufe ihnen danach ihren heftigen Opener nicht mehr wirklich als "Anliegen" ab. Abwechslung tut an sich zwar gut, hiervon jedoch fühlt sich meine Wenigkeit doch eher verwirrt. Auch mit dem Finale ›Trevor Was Wrong‹ kommt nicht wirklich Klarheit ins Geschehen, denn dabei lassen die Burschen zwar erneut erkennen, daß sie amtlich Krach machen können, doch auch mit dieser Melo-Death/Metalcore-Komposition schaffen sie es leider nicht, für klare Verhältnisse zu sorgen. Speziell deshalb nicht, weil sie latent zu vernehmende, verspielte Frickeleien verkrampft zu einer homogenen Mixtur zu verknüpfen versuchen und irgendwie den Eindruck vermitteln, nochmals mit Gewalt den "Metaller" raushängen lassen zu müssen.

Als Fazit kann ich daher nur festhalten, daß DIVINE TO THE END zwar über jede Menge an Ideen verfügen und diese spieltechnisch auch ganz gut umzusetzen imstande sind, ihre Intention, die sich zwar unmißverständlich "Neo-Pop-Metal" nennt, aber nicht wirklich glaubhaft an mich vermitteln können. Vielleicht hätten sich die Burschen schlichtweg mehr Raum (oder noch besser gesagt: mehrere Kompositionen) und Zeit (für die Zielorientierung) für diese Veröffentlichung lassen sollen, um eben nicht irgendwo zwischen den "Fisch- und Fleischregalen" zu landen.

Da DIVINE TO THE END aber auch dem Augenschein nach noch sehr jung sind, gehe ich davon aus, daß sich die Band schon beim nächsten Versuch eindeutiger ausdrücken und zudem zielorientierter loslegen wird.

http://www.divine-to-the-end.de/

info@divine-to-the-end.de

weder Fisch, noch Fleisch


Walter Scheurer

 
DIVINE TO THE END im Überblick:
DIVINE TO THE END – Divine To The End (Do It Yourself-Review von 2011)
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