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  UE-Home → History → Underground Empire 6 → Review-Überblick → Demo-Review-Überblick → CONCEPTOR (N) – »No Sign«-Review last update: 20.11.2022, 22:24:48  

”UNDERGROUND EMPIRE 6”-Datasheet

Contents:  CONCEPTOR (N)-Demo-Review: »No Sign«

Date:  12.04.1992 (created), 16.03.2011 (revisited), 22.01.2022 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 6

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue still available, order here!

Comment:

Etwa 2.400 US-Dollar hatten CONCEPTOR für die Produktion ihres im Dezember 1991 aufgenommenen Demos springen lassen. Ob die Band aus Oslo diese Kosten jemals wieder zurückholen konnte, ist wohl eher zu bezweifeln, denn »No Sign« stellte die einzige Aufnahme der Combo dar - und das klingt leider eben nicht nach dem Beginn einer gigantischen Erfolgsstory.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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CONCEPTOR (N)-Logo

No Sign

CONCEPTOR (N)-Bandphoto

"Wau", erschlüpfte es mir, als ich CONCEPTOR zum ersten Mal durch mein Tapedeck schickte, und das obwohl weit und breit kein Hund zu sehen war, mit dem ich mich hätte unterhalten können. CONCEPTOR blasen die Backen auf und legen kräftig los - nichts, was für eine halbwegs gute Band ungewöhnlich wäre - aber dann startet Sänger Bjorn durch, und ich habe nur noch das Wort "James" auf den Lippen. Dieser junge Kerl ist die norwegische Auflage von James Hetfield und klingt wirklich hundertprozentig identisch, zum Verwechseln ähnlich! Und genauso wie Mister Hetfield ist Bjorn Aadland vom Standpunkt der Stimmbeherrschung und -technik her bestimmt kein guter Sänger, aber was er singt, klingt geil und wirkt!

Aber mal abgesehen davon, daß CONCEPTOR einen Sänger haben, der wie Hetfields Großer klingt, ist es auch nicht allzu weit hergeholt, wenn ich Euch als Leitlinie mitteile, daß man die vier Stücke von »No Sign« in etwa bei METALLICA zu »...And Justice For All«-Zeiten einordnen kann. Man gibt in den Stücken ordentlich Zunder, legt aber auch sehr gern Ruhepausen in Form von verhaltenen, teils balladesken Zwischenparts ein, die das Wirkspektrum der Songs erweitern. Man gibt sich ohnehin Mühe, die Songs so abwechslungreich zu gestalten wie möglich, was ich stellvertretend für die anderen Komponenten anhand der Gitarre mal sammeln will. Mal surren die Gitarren, dann schrubbt man wie 'ne Raumkosmetikerin, die kurz vor Feierabend noch drei Räume zu wischen hat, man leitet zu brachialem Riffing über, um anschließend ganz gemütlich zu schmusen, woraufhin man wiederrum sägend lickt. "Da bellt kein Hund danach", sagt Ihr, "das machen sie doch alle!". Irgendwo habt Ihr recht, denn wie etwa 95 Prozent der Thrashbands können auch CONCEPTOR nichts Neues bringen, aber ihre Umsetzung und Bearbeitung dieser bekannten Faktoren kommt echt gut rüber und ist somit trotzdem seine 12,- DM wert. Zu diesem Preis gibt es »No Sign« nämlich jetzt auch bei Oliver Jung, wie ich vor etwa drei Minuten erfahren habe!


Stefan Glas

Photo: Ole Kristian Rolstai

 
CONCEPTOR (N) im Überblick:
CONCEPTOR (N) – No Sign (Demo-Review von 1992)
CONCEPTOR (N) – No Sign (Demo-Review von 1992)
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