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INSTANZIA – Ghosts

METALODIC RECORDS (Import)

Während es hierzulande seit Jahrzehnten Usus ist, sich als junge Band an US-amerikanischen Vorbildern zu orientieren, stellt sich mit INSTANZIA eine Formation aus dem französisch-sprachigen Teil Kanadas vor, die sich vorwiegend von europäischen Prog Power-Truppen wie PAGAN'S MIND oder VISION DIVINE beeinflußt sieht. Ein durchaus interessanter Aspekt, zumal im Verlauf der Spielzeit des vorliegenden ersten Albums der Jungs aus Quebec desöfteren der Verdacht aufkommt, daß es sich hierbei eigentlich nur um Europäer handeln kann.

Hinzugefügt muß allerdings werden, daß es zwar durchaus auch große Namen sind, die mir als Vergleich zu »Ghosts« einfallen (die neuzeitlicheren BLIND GUARDIAN beispielsweise, oder auch NIGHTWISH - abzüglich des Damengesang logischerweise - und auch KAMELOT zu deren Frühzeit lassen sich durchaus als Inspiration vernehmen), vielmehr aber dennoch nicht ganz so bekannte Bands wie die von der Band selbst genannten, oder auch LABYRINTH, sowie die Franzosen HEAVENLY, oder POWER QUEST, die mir vor allem in den Uptempo-Doublebass-Granaten immer wieder in den Sinn kommen. Besonders hervorzuheben gilt es für mich vor allem die Gesangsleistung von Alexis Woodbury, der mit seiner klaren, aber dennoch kräftigen Stimme für zusätzliche Heftigkeit sorgt und zudem auch in den Höhenlagen nichts an Kraft einbüßt. Die Kompositionen von »Ghosts« kommen durchweg kompetent vorgetragen aus den Boxen, durch soundtechnisch nicht zu sehr in den Hintergrund gerückte Klampfen bleibt die Chose zudem recht griffig. Als weiterer Pluspunkt muß angefügt werden, daß man auch an den Arrangements gut gearbeitet hat und so nahezu kitschfrei über die Runden kommt, auch wenn üppige Keyboard-Teppiche sehr wohl als wesentliche Bestandteile zu vernehmen sind und das Bild prägen.

Noch nicht ganz so gelungen empfinde ich die beiden Monumental-Tracks ›Heavenly Hell‹ und ›The Desert Fox‹, in denen die Jungs es leider nicht ganz schaffen, für Spannungsmomente zu sorgen und statt vielschichtigen Elementen leider nur langgedehnte und eher unspektakuläre Instrumentalpassagen zu offerieren haben. Doch mit Ausnahme dieser noch nicht vollständig ausgegorenen Kompositionen geht die Chose durchaus in Ordnung. Von daher sei »Ghosts« auch all jenen Zeitgenossen empfohlen, die sich für bombastischen, aber dennoch kraftvollen Metal mit reichlich Melodien interessieren.

http://myspace.com/instanzia

gut 10


Walter Scheurer

 
INSTANZIA im Überblick:
INSTANZIA – Ghosts (Rundling-Review von 2011)
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