UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 46 → Review-├ťberblick → Do It Yourself-Review-├ťberblick → BLYNDFOLD – ┬╗Collide-o-Scope┬ź-Review last update: 03.03.2021, 17:27:07  

last Index next

BLYNDFOLD

Collide-o-Scope

(9-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Bei BLYNDFOLD handelt es sich offenbar um eine blutjunge, erst im letzten Jahr gegr├╝ndete Truppe aus Nordrhein-Westfalen. Die involvierten Musiker sind zudem ├╝berhaupt erst seit knapp f├╝nf Jahre aktiv, wodurch die ausgereifte Erscheinung dieser Truppe wahrlich imposant erscheint. Da sich bislang kein einziger der Musiker zuvor gro├čartig mit einem Projekt oder einen anderen Truppe wirklich in Szene setzen konnte und wir es in der Tat mit "Gr├╝nschn├Ąbel" zu tun haben, ist die Tatsache, da├č BLYNDFOLD ein sehr homogenes Bild hinterlassen, was das Zusammenspiel betrifft, mehr als nur ├╝berraschend. Ihren Stil bezeichnet die Band selbst als Progressive Metal, womit sie den Nagel auch auf den Kopf trifft und auch die angef├╝hrten Referenzen DREAM THEATER, SYMPHONY X und PORCUPINE TREE lassen sich nachvollziehen. Weniger dagegen konnte ich den Einflu├č von UNEARTH oder KILLSWITCH ENGAGE vernehmen, sieht man davon ab, da├č S├Ąnger Phil K├Âsteres mitunter den "modernen" Death-Gurgler gibt und amtlich ins Mikro r├Âhrt. Allerdings ist das nur eine Facette in seinem Gesangsbeitrag, der ein recht breites Spektrum abdeckt. Leider ist aber im Gesang meiner Meinung nach auch noch der ber├╝hmte "Hund" begraben, denn Phil bestreitet den Gro├čteil der Tracks mit einer ungew├Âhnlichen, sonoren Ba├č-Stimme und vermag zumindest meine Wenigkeit damit nicht wirklich zu ├╝berzeugen, auch wenn man fraglos anerkennen mu├č, da├č er sich damit r├╝hmen kann, einzigartig zu klingen. Mitunter kommt die Chose einer Art Sprechgesang recht nahe, und eben diese Passagen klingen im Zusammenwirken mit den ├╝beraus vielschichtigen Kompositionen f├╝r mein Daf├╝rhalten schlichtweg zu wenig ausdrucksstark. Ganz im Gegenteil zur Musik des Quintetts, die wirklich imposant klingt. Das Album an sich ist in zwei Teile gegliedert, wobei "Season Songs" die ersten sechs Songs umspannt und die Band von ihrer verspielteren Seite zeigt. Der zweite Teil, "Darkness Diary" offeriert im Anschlu├č daran dann die dunklere, wie auch heftigere Facette des Bandsounds und kommt f├╝r mein Daf├╝rhalten (nicht zuletzt aufgrund der geeigneteren Kombination des Instrumentalvortrags mit der Stimme) auch besser zur Geltung. Auff├Ąllig ist zudem auch noch, da├č jene drei Songs, die diesen Teil bilden, auch jene sind, die deutlich l├Ąnger ausgefallen sind, wobei speziell das harmonische Zusammenwirken und offenbar blinde Verst├Ąndnis von Jan Duve an der Klampfe und Keyboarder Flo Bl├Âker ├╝beraus beeindruckend klingt. Ein "finnischer" Anstrich tut sein ├╝briges zur Wirkung dieses Teils des Albums, an dem es mit Ausnahme des gew├Âhnungsbed├╝rftigen Gesang in Summe wirklich nichts zu meckern gibt. Im Gegenteil, solange es junge Bands wie BLYNDFOLD gibt, die von Beginn an bestrebt sind, sich ihre eigene Nische zu suchen, braucht man sich um die Szene wahrlich keine Gedanken zu machen!

http://www.blyndfold.com/

gew├Âhnungsbed├╝rftiger Gesang


Walter Scheurer

 
BLYNDFOLD im ├ťberblick:
BLYNDFOLD – Collide-o-Scope (Do It Yourself)
┬ę 1989-2021 Underground Empire



last Index next

UNDERGROUND EMPIRE vor zehn Jahren!
Button: hier