SWIMMING WITH GOD
Retoids, Gods And Mean Machines
(7-Song-CD: Preis unbekannt)
Der ehemalige DOOMSDAY-Musiker Björn Göran Detjen hat mit seinem Projekt SWIMMING WITH GOD eine neue CD veröffentlicht, die deutliche Fortschritte aufweist, was vor allem daher rührt, daß beim Vorgänger »Mea minima culpa« noch vieles so gewirkt hatte, als sei es von einer Person im Heimstudio zusammengebastelt worden, während man bei »Reptoids, Gods And Mean Machines« doch eher den Eindruck gewinnt, daß hier eine Band am Werke war, obgleich Björn immer noch federführend bei diesem Projekt ist und sich einfach von befreundeten Musiker, unter denen sich auch sein Ex-DOOMSDAY-Kollege Jacek Wohlers befand, unter die Arme greifen ließ.
Für eine kräftige Überraschung sorgt der Opener, bei dem es sich zugleich um den Titeltrack handelt, bei dem man mehr als nur ein wenig die DOOMSDAY-Vergangenheit durchschimmern sieht, was zugleich auch bedeutet, daß dies die rockigste Nummer auf »Reptoids, Gods And Mean Machines« ist. Die restlichen Kompositionen sind zumeist entspannte, swingende Stücke, die zugleich Spaß machen und einen echten Hörgenuß darstellen. Einzig ›Eye On China‹ betätigt sich da als eindeutige Spaßbremse, denn hier wird mit sparsamer Instrumentierung und Sprechgesang das Prozedere eine Foltermethode, wie sie auch heute durchaus noch in manchen Ländern angewendet wird, erläutert. Die Art und Weise, daß der Hörer auf diese Art und Weise mit einer solchen Probelmatik konfrontiert wird, hängt damit zusammen, daß SWIMMING WITH GOD zu den Supportern der Aktion "Musik für Menschenrechte", eben jenem Projekt, das Björns ehemaliger DOOMSDAY-Kollege Jacek ins Leben gerufen hat, und über das wir an anderer Stelle bereits berichtet hatten.
Will heißen: Hier trifft gute, wenngleich garantiert nicht metallische Musik auf soziales Engagement, so daß man Björn Göran Detjen für seine neue CD in jeglicher Hinsicht nur gratulieren kann!
http://myspace.com/swimmingwithgod
hoch die Flosse! |
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