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BLASPHEME – Brise le silence

XIII BIS RECORDS/SOULFOOD

Bands, die sich bereits in ihrer Namenswahl in irgendeiner Form zur "Blasphemie" bekennen, gibt es in ausreichender Anzahl, doch längst nicht alle haben sich diese Thematik auch zum "Programm" gemacht, geschweige denn versuchen sie, uns mit einschlägigen musikalischen Werken zu beeindrucken, oder gar zu "bekehren". Völlig frei von jedwedem Black Metal-Anteil agieren die Franzosen BLASPHEME, die es zwar bislang hierzulande nur zu einem sehr geringem Bekanntheitsgrad gebracht haben, in ihrer Heimat aber jedoch schon seit den Anfängen, die mit den frühen 80er Jahren datiert sind, auf ein getreues Gefolge bauen können. Mit ihrem dritten Langeisen »Brise le silence« - das wohl als Programm zu betrachten ist, schließlich liegt die Veröffentlichung des letzten Albums »Desir de vampyr« ganze 25 Jahre zurück (wobei man aber bedenken muß, daß zwischen 1986 und der Reunion anno 2007 Schicht im Schacht gewesen ist) - werden die Herrschaften aus Aquitaine nicht nur ihre Fans erneut beglücken, sondern sollten es auch nicht allzu schwer haben, international reüssieren zu können.

Gut, manch' Zeitgenosse mag sich vom in französischer Sprache vorgetragenen Gesang von Marc Fery vielleicht nicht wirklich angesprochen fühlen, dennoch wird selbst der engstirnigste Ignorant zugeben müssen, daß dieser Mann ein über jeden Zweifel erhabener Sangeskünstler ist. Dazu kredenzt der Vierer ein sehr sattes Menü aus durchweg melodischen Zutaten, mit dem sie nahezu das gesamte Spektrum des Hard Rock und Heavy Metal in traditioneller Machart abdecken können. Direkte Vergleiche sind - nicht nur aufgrund des Gesangs - aber nicht wirklich einfach herzustellen, sieht man vom Umstand ab, daß BLASPHEME in erster Linie auf doppelläufige Gitarren im Stile von Helden wie THIN LIZZY und IRON MAIDEN bauen und ihre Tracks mit prägnanten Passagen in bester NWoBHM-Manier zu kredenzen wissen.

Mit anderen Worten: BLASPHEME haben genau das, wofür wir den traditionellen Heavy Metal europäischer Prägung lieben. Wer sich also generell zu derlei Klängen hingezogen fühlt und keinerlei Berührungsängste mit der französischen Sprache kennt, wird sich daher auch an BLASPHEME ergötzen können.

http://myspace.com/blaspheme_2007

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
BLASPHEME im Überblick:
BLASPHEME – Blaspheme (Re-Release-Review von 2000)
BLASPHEME – Brise le silence (Rundling-Review von 2010)
BLASPHEME – ONLINE EMPIRE 56-"Living Underground"-Artikel
andere Projekte des beteiligten Musikers Aldrick Guadagnino:
KLONE – ONLINE EMPIRE 57-"Living Underground"-Artikel
STEP IN FLUID – One Step Beyond (Rundling-Review von 2012)
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