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KROSSBREED-CD-Cover

KROSSBREED

3 Cheers For The Misery

(11-Song-CD-R: ÔéČ 15,-)

Die "Wacken"-Stammbelegschaft wird den Namen dieser Band mit Sicherheit kennen, schlie├člich konnten die Belgier KROSSBREED 2007 den vierten Platz beim "Metal Battle" belegen. Eingefleischte Underground-Freaks werden dar├╝ber hinaus wissen, da├č die Truppe mit ┬╗3 Cheers For The Misery┬ź zwar zum ersten Mal mit einem Langeisen am Start ist, zuvor aber schon mit zwei Demos und der EP ┬╗Carved In Stone┬ź durchaus respektable Resonanz einfahren konnte. Insgesamt elf Tracks hat die aus Antwerpen stammende, seit dem Jahr 2003 existierende Formation darauf anzubieten und macht dabei deutlich, da├č ihre Ansage von wegen "ihr Stil w├Ąre nicht einfach zu beschreiben" durchaus Berechtigung hat. Eindeutig nachvollziehbar und von der Band regelrecht als Programm angegeben, ist dagegen das knallharte, knochentrockene Thrash Metal-Fundament, auf dem die Belgier ihre Songs aufbauen.

Die Melange der Burschen beinhaltet zun├Ąchst einmal sowohl Einfl├╝sse aus der alten, wie auch aus der neuen Schule, wobei speziell die rhythmisch gut ausgewogenen, dynamisch vorgetragenen Sequenzen unter Beweis stellen, da├č KROSSBREED zumeist eher zeitgem├Ą├č unterwegs sind. Hinsichtlich weiterer Zutaten darf man durchaus auch Metalcore in den Raum stellen, aber auch eher "altert├╝mliche" Hardcore-Fragmente lassen sich vernehmen. Es ballert also ganz ordentlich auf ┬╗3 Cheers For The Misery┬ź, zus├Ątzlich mu├č man den Burschen aber sehr wohl attestieren, auch gef├╝hlvoll und melodisch agieren zu k├Ânnen, weshalb es hinsichtlich der musikalischen Darbietung auch kaum Grund zum Meckern gibt. Sehr wohl jedoch was den Gesang von Michel Vermoens betrifft, der leider zu eindimensional ausgefallen ist. Seine Stimmlage an sich ist zwar durchaus geeignet, um deftige Kost zu vokalisieren, doch leider kann der Kerl damit nicht ansatzweise die Klasse der Kompositionen halten, geschweige denn weiter aufwerten. Viel eher wirkt sein Einsatz mitunter regelrecht "abstumpfend", da einige Details quasi in den Hintergrund gebr├╝llt werden. Wenn es Michel ab und an wagt, klar zu singen, klingt seine Vorstellung leider eher schief und verkrampft und kann ebensowenig ├╝berzeugen. Dadurch wird der H├Ârgenu├č von ┬╗3 Cheers For The Misery┬ź leider erheblich beeintr├Ąchtigt, und selbst die f├╝r eine Eigenproduktion tadellose Produktion, wie auch die ├╝beraus ambitioniert und professionell wirkende Gestaltung der Scheibe selbst helfen kaum dar├╝ber hinweg, der Band den Tip zu geben, sich nach einem anderen S├Ąnger umzusehen. Damit w├╝rde man Michel nicht wirklich schaden, sondern ihn vielmehr entlasten und ihm zus├Ątzlich die Chance geben, sich in Zukunft als Gitarrist noch mehr austoben zu k├Ânnen, wie er es schon auf diesem Album auf beeindruckende Weise zusammen mit Stefan Stommels tut.

http://www.krossbreed.be/

krossbreed@telenet.be

deftiger Thrash-Mix mit m├Ą├čigem Gesang


Walter Scheurer

 
KROSSBREED im ├ťberblick:
KROSSBREED – 3 Cheers For The Misery (Do It Yourself)
KROSSBREED – News vom 17.12.2010
KROSSBREED – News vom 18.01.2011
┬ę 1989-2021 Underground Empire



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