UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 45 → Review-├ťberblick → Rundling-Review-├ťberblick → STONED JESUS – ┬╗First Communion┬ź-Review last update: 05.11.2020, 18:45:40  

last Index next

STONED JESUS – First Communion

SOLITUDE PROD. (Import)

Woher die Inspiration f├╝r diesen Bandnamen kommt, wollen wir zur Sicherheit unkommentiert lassen, schlie├člich soll hier nicht die Bibelgeschichte interpretiert werden. Vielmehr steht ┬╗First Communion┬ź auf dem Men├╝plan, das erste Album einer Truppe aus der Ukraine, die uns vier Tracks in einer opulenten Spielzeit von knapp ├╝ber vierzig Minuten anzubieten hat und allein dadurch bereits einschl├Ągig veranlagte J├╝nger auf den Plan rufen sollte. Eher gewagt legt die Formation mit dem Opener ÔÇ║OccultÔÇ╣ los. Exakt zehn Minuten dauert dieses Intermezzo an, das eher den Stoner Rock-Freak als den Doomer zufriedenstellen wird. Herrlich wabernde Riffs dominieren und lassen den H├Ârer in die nicht gerade bunte Welt der Truppe entschweben. Doch bevor f├╝r diesen der Griff zum vegetarischen Genu├čmittel Nummer Eins erfolgt, wissen die Balten, ein probates Gegenmittel anzuwenden, um selbst den gestandenen Metaller voll und ganz auf ihre Seite zu ziehen. Das folgende ÔÇ║Red WineÔÇ╣ kommt n├Ąmlich mit derma├čen authentischer BLACK SABBATH-Schlagseite aus den Boxen, da├č man doch meint, die Bibel umschreiben zu m├╝ssen, denn dieser Jesus scheint ein bislang unbekannter Bruder des "Urvater" aller Metaller aus dem Norden Englands zu sein. Den Einflu├č des Fr├╝hwerkes von Ozzy und Konsorten merkt man aber nicht nur in den Gesangslinien ├╝berdeutlich, auch die Atmosph├Ąre kommt jener der Fr├╝hwerke von BLACK SABBATH sehr nahe. Allerdings lassen uns STONED JESUS dabei sehr wohl auch wissen, da├č sie in ihren Texten nicht nur dem Okkultismus fr├Ânen, sondern sehr wohl auch irdischen Freuden. Mit knapp ├╝ber f├╝nf Minuten zeigt man sich in ÔÇ║Red WineÔÇ╣ auch noch geradezu "radiotauglich", doch schon kurz darauf geht es auf einen ausufernden Ausflug in die ÔÇ║Black WoodsÔÇ╣. Daf├╝r mu├č man abermals die Legende aus Birmingham als Anhaltspunkt anf├╝hren, wobei es Igor Sidorenko leider nicht ganz schafft, das Riffing im Stile von Tony Iommi auf vergleichbar imposante Weise darzubieten, sehr wohl jedoch erneut dem jungen Ozzy verdammt nahezukommen. Im Vergleich zu ├Ąhnlich inspirierten Bands, wie beispielsweise COUNT RAVEN, f├Ąllt auf, da├č STONED JESUS rifftechnisch weniger traditionell schwermetallisch und heftig agieren, sondern stattdessen geradezu zum "Eintauchen" in ihre mitunter gen Space Rock tendierenden Elegien einladen. Bestes Bespiel daf├╝r, das an den Schlu├č gestellte ÔÇ║Falling ApartÔÇ╣, dessen simple, wie effektive Strukturen den Gro├čteil der ├╝berlangen Spielzeit ausmachen. Diese werden jedoch immer wieder mit wabernden Klangkaskaden durchzogen und sorgen so f├╝r eine kurzweilige Reise in die vernebelten Sph├Ąren von STONED JESUS.

Die "Erstkommunion" ist ziemlich erfolgreich verlaufen, ich melde mich hier und jetzt schon gerne f├╝r die n├Ąchste(n) an!

http://myspace.com/stonedjesusmusic

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
STONED JESUS im ├ťberblick:
STONED JESUS – First Communion (Rundling)
┬ę 1989-2020 Underground Empire


last Index next

UNDERGROUND EMPIRE old school!
Button: hier