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MIND FUCK

Mind Fuck

(5-Song-Digital-Release: 4,99 US-Dollar)

Von einer Band mit dem verheißungsvollen Namen MIND FUCK erwartet man selbstredend nicht gerade alltĂ€gliche KlĂ€nge, sondern gibt sich vielmehr in freudiger Erwartung der anstehenden Befriedigung des Gehirns durch Musik hin. Zu einer solchen, auf noch dazu recht abgedrehte Art und Weise, kommt es gleich zu Beginn dieser Scheibe. Der Opener â€șCrown The Goodâ€č entpuppt sich nĂ€mlich als verquer angelegter, aber dennoch durchaus nachvollziehbarer, harter Rocksong, mit dem die Amis, die von einem im bĂŒrgerlichen Leben als TĂ€towierer aktiven Mann mit Namen August M. angefĂŒhrt werden, einen wirklich gelungenen Einstieg abliefern. Geradliniges Riffing wird von abgefahrenen Rhythmuswechseln unterbrochen, und auch die Gesangstimme pendelt zwischen harsch und melancholisch einfĂŒhlsam hin und her, um die AtmosphĂ€re entsprechend umzusetzen. â€șThe Faithâ€č entfĂŒhrt uns danach in sphĂ€rische Weiten. Dieser entspannte und psychedelisch angehauchte Track wird ĂŒberaus solide dargeboten und von der in diesem Fall streichelweichen und einfĂŒhlsamen Stimme des Fronters getragen und zur Wirkung gebracht. Im folgenden Instrumental â€șDudeâ€č erhĂ€lt August eine kurze Pause, allerdings nur fĂŒr seine StimmbĂ€nder, denn an der Klampfe muß er hier ordentlich zulangen. Selbstredend stehen ihm seine Mitstreiter aber in nichts nach, und so gedeiht diese Nummer zum heftigsten und gleichzeitig auch eingĂ€ngigsten Song dieser EP.

Mit â€șSummer Skyâ€č kredenzen die Amis danach erneut ihre Vorliebe fĂŒr spacige SphĂ€ren und lassen hinsichtlich der gepflegten Gitarrensounds dabei an altehrwĂŒrdigen, britischen Progressive Rock denken. Der Rauswurf in Form von â€șWichita Linemanâ€č tendiert dann gar mehr in Richtung von KĂŒnstlern wie Lenny Kravitz, als daß man sich an hart rockenden, oder gar schwermetallisch aufgeigenden GrĂ¶ĂŸe orientieren wĂŒrde, wobei sich die Herren auch dabei beachtlich schlagen.

Wirklich heftig gefickt wird das Gehirn durch dieses Album mit Sicherheit nicht, schließlich scheint lediglich der Opener dafĂŒr geeignet, doch mit dem restlichen Material wird immerhin die Psyche stimuliert und dazu angeregt, einen Trip in die abgefahrene musikalische Welt dieser Truppe zu unternehmen. In Summe also weniger "Mind Fuck", als eher die musikalische Untermalung der "Zigarette danach", aber dennoch empfehlenswert.

http://www.mindfuck.tv/

skincandy64@hotmail.com

Befriedigung des Gehirns auf atmosphÀrische Weise


Walter Scheurer

 
MIND FUCK im Überblick:
MIND FUCK – Mind Fuck (Do It Yourself)
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