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DEAD END CIRCLE

Truth Or Consequences

(10-Song-CD-R: € 11,99)

Nach einem Demo und der EP »The Demon Within Us« wagen die Nordlichter DEAD END CIRCLE mit »Truth Or Consequences« nun den Versuch, ihre Klientel auch ĂŒber AlbumlĂ€nge erfreuen zu können. Hinsichtlich der Umsetzung hat man offenbar weder Kosten noch MĂŒhen gescheut, denn auch wenn noch kein Deal an Land gezogen werden konnte, kontaktierte man Eike Freese von DARK AGE, um sich einen satten und druckvollen Sound verpassen zu lassen. Dieses Unterfangen ist der Band auf jeden Fall gelungen, denn produktionstechnisch lassen sich kaum Unterschiede zu namhaften GrĂ¶ĂŸen ausmachen, und auch die Wirkung des Albums muß als mĂ€chtig bezeichnet werden. Da scheint jemand mit ordentlichem Nachdruck und Ansage seine Musik an den Fan bringen zu wollen! Auch die Idee, nicht nur auf Eigeninitiative zu setzen, sondern das Album ĂŒber

http://www.rockcd.de/

vertreiben zu lassen, deutet auf WillensstĂ€rke hin und lĂ€ĂŸt darĂŒber hinaus erkennen, daß diese Burschen den Titel ihres Silberlings offenbar durchaus programmatisch betrachten.

Man kredenzt uns durchweg bretthartes Material, dessen Basis zweifelsfrei der Death Metal mit Melodie ist, versteht es jedoch geschickt, durch weitere Zutaten fĂŒr Abwechslung und IntensitĂ€t zu sorgen. ZunĂ€chst einmal versuchen DEAD END CIRCLE, durch Hardcore-VersatzstĂŒcke die BrachialitĂ€t ihrer Tracks zu verstĂ€rken, was auch mĂŒhelos gelingt. Dem gegenĂŒber stehen allerdings reichlich prĂ€gnante Melodiebögen und Gesangspassagen, die fĂŒr zwingende Momente sorgen und nicht nur Abwechslung in den Vortrag bringen, sondern sich phasenweise regelrecht in den Gehirnwindungen einfrĂ€sen. Ich weiß, auf diese Art und Weise legen momentan nicht gerade wenige Bands los, allerdings packen DEAD END CIRCLE den Zuhörer ohne Umschweife direkt dort, wo es wahlweise gut- oder auch wehtut. Von daher macht es Sinn, sich mit »Truth Or Consequences« auseinanderzusetzen, selbst wenn derlei Sounds nicht unbedingt zur bevorzugten Gangart gehören.

Denn egal, ob die Jungs mit Brachial-Riffmonstern wie â€șScarsâ€č loslegen, oder aber sich an intensiven, jedoch keineswegs minder heftigen Longtracks versuchen - wie â€șIn The Name Of Honorâ€č unter Beweis stellt - bei DEAD END CIRCLE wirkt nichts aufgesetzt, sondern immerzu durchdacht und schlichtweg natĂŒrlich dargeboten. Mein ganz persönliches Highlight dieses Albums stellt der ĂŒberaus brutale, aber dennoch melodische Rauswurf namens »The Last March« dar, mit dem sich DEAD END CIRCLE meiner Meinung nach unmittelbar ins Vorprogramm der momentanen Durchstarter von HEAVEN SHALL BURN reklamieren, denn deren QualitĂ€tsstandard erreichen sie damit ebenso.

Auch wenn sich diese Jungs nicht unbedingt auf meiner schwermetallischen Spielwiese tummeln, wissen mich DEAD END CIRCLE mit ihrer dynamisch intonierten und regelrecht explosiven Melange zu beeindrucken. Ein Selbsttest ist also dringend empfohlen, wobei DEAD END CIRCLE wohl live noch besser zur Geltung kommen dĂŒrften, denn wenn bei Tracks wie diesen nicht jeder Club zum Bersten gebracht werden kann, lĂ€uft definitiv etwas falsch.

http://www.deadendcircle.de/

mail@deadendcircle.de

willensstark


Walter Scheurer

 
DEAD END CIRCLE im Überblick:
DEAD END CIRCLE – Truth Or Consequences (Do It Yourself)
andere Projekte des beteiligten Musikers Mirko Gluschke:
NEOPERA – News vom 09.01.2012
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