UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 40 → Review-√úberblick → Do It Yourself-Review-√úberblick → MONOLIT – ¬ĽArcana Balkanica¬ę-Review last update: 14.01.2021, 06:41:07  

last Index next
MONOLIT-CD-Cover

MONOLIT

Arcana Balkanica

(10-Song-Cardboard-CD: ‚ā¨ 10,- plus Porto & Verpackung)

Auch wenn dieser Bandname eher Doom suggeriert und auch der Titel dieses Albums nicht unbedingt an Thrash in Kombination mit vertracktem Power Metal denken l√§√üt, sei erw√§hnt, da√ü diese Burschen aus dem ehemaligen Jugoslawien vorwiegend dem melodi√∂sen progressiven Thrash in √ľberaus mannigfaltiger, zumeist melodi√∂ser Ausf√ľhrung fr√∂nen. Die Geschichte dieser Band liest sich ungemein spannend, aber auch sehr tragisch. Gegr√ľndet im Jahr 1988 in Mostar, legten sich die Jungs ordentlich ins Zeug, um im Jahr 1990 vor gut 2.500 Fans beim "HM Fest" in Sarajevo - dem zu jenem Zeitpunkt gr√∂√üten Festival in der Region - aufzutreten. Doch anstelle des internationalen Durchbruchs, f√ľr den MONOLIT zuvor mit ihrem ersten Demo den Grundstein gelegt hatten, wurde das Leben der Band durch den Balkankrieg zu Beginn der 90er Jahre auf das Heftigste durcheinander gebracht. Erst im Jahr 2006 war erneut etwas von MONLOIT zu h√∂ren, als sich der inzwischen in Norwegen ans√§ssige Gitarrist Pedja und S√§nger/Gitarrist Sloba, der nach Kanada gefl√ľchtet war, erneut zusammentaten. Als erstes Ergebnis der neuerlichen Kooperation wurde mit ‚ÄļKletva‚ÄĻ ein Song als Tribut f√ľr ihren ehemaligen Mitstreiter, den in den Kriegsgeschehnissen im Jahr 1993 ums Leben gekommenen Drummer Zlatko Mehic Zuba aufgenommen. Besagter Track ist auch der einzige, den MONOLIT bislang in ihrer Muttersprache aufgenommen haben, w√§hrend man sich ansonsten auf die internationale Sprache der Rockmusik festgelegt hat.

Auf ¬ĽArcana Balkanica¬ę gibt es aber auch ansonsten nichts zu entdecken, da√ü auf Inspirationen aus dem ehemaligen Jugoslawien hindeutet, viel eher zeigt sich die Formation "international" und l√§√üt vorwiegend Einfl√ľsse aus dem transatlantischen Bereich erkennen. Will sagen, das Gebr√§u der Herren lebt von einer US-amerikanischen Schlagseite, die quer √ľber den nordamerikanischen Kontinent reicht. Das Album l√§√üt hinsichtlich der Querverweise an den Nordwesten (NEVERMORE-Rhythmik) ebenso denken, wie an Kalifornien (Mustaine-Riffs), aber auch die Ostk√ľste (OVERKILL-Kraftpakete) wurde abgegrast, wie man auch noch "Ausfl√ľge" nach Kanada unternommen hat, denn schlie√ülich darf auch der Name ANNIHILATOR in den Raum gestellt werden, um die Scheibe in ihrem gesamten Umfang zu beschreiben.

Vor allem die Riffs der beiden Protagonisten kommen immerzu m√§chtig und lassen ¬ĽArcana Balkanica¬ę zu einem echten Ohrenschmaus gedeihen. Immerzu sehr heftig, aber dennoch nie im "Kn√ľppel"-Bereich legen die Burschen m√§chtig los und animieren selbstredend durch die Bank zum Bangen. Durch geschickt akzentuierte Breaks, jede Menge an Stimmungs- und Tempowechsel, sowie teilweise gar frickelige Progressive-Passagen lebt dieses Album von einem schier unglaublichen Abwechslungsreichtum. Im Laufe der Spielzeit reichert sich das Geschehen zudem noch um eine nicht zu vernachl√§ssigende atmosph√§rische Dichte an, die Metallern mit Vorliebe f√ľr eher knifflige, aber dennoch brettharte Kompositionen vor Freude im Dreieck h√ľpfen lassen wird.

http://myspace.com/monolitband

pedja.monolit@gmail.com

Dreickecks-H√ľpfer


Walter Scheurer

 
MONOLIT im √úberblick:
MONOLIT – Arcana Balkanica (Do It Yourself)
© 1989-2021 Underground Empire



last Index next

Impressum, Haftungsausschluß, Datenschutzerklärung
Button: hier