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FIRESTORM (I) – Web Of Deceit

COPRO RECORDS/CARGO

WĂ€hrend sich die österreichische Ausgabe von FIRESTORM noch in Babypause befindet, haben ihre italienischen Namensvettern in »Web Of Deceit« ihr erstes Langeisen eingetĂŒtet, das dieser Formation, nach drei Demos in Eigenregie, endlich auch einmal die Chance einrĂ€umt mit einem Businesspartner arbeiten zu können. Die Band war mir persönlich bislang ĂŒberhaupt noch nicht bekannt, weshalb ich mich gespannt der Darbietung der fĂŒnf Burschen hingab, die allesamt offenbar auch noch keinerlei "Vorgeschichten" im Sinne von Erfahrung bei anderen Bands vorweisen können. Das Quartett aus Ancona scheint jedoch ungemein ambitioniert zu sein und hat die ersten Jahre ihrer Bandexistenz offensichtlich sehr intensiv an sich und den Kompositionen gearbeitet. Man hört »Web Of Deceit« nĂ€mlich nicht wirklich an, es hierbei mit einer "Newcomer-Truppe" im wahrsten Sinne des Wortes zu tun zu haben.

SĂ€mtliche EinflĂŒsse, die fĂŒr mein DafĂŒrhalten sowohl aus dem Progressive Metal, aber auch aus dem Melodic Metal stammen und auch traditionelle Metal-Sounds der "Antike" umfassen, konnten gewieft in den Sound integriert werden, so daß man in keiner der insgesamt zehn Nummern einen direkten Querverweis zu einer SzenegrĂ¶ĂŸe herstellen kann. Hinsichtlich der Kompositionen selbst wirkt die Arbeit der Jungs deshalb auch schon ziemlich reif, was man leider nicht von der Produktion behaupten kann, die etwas schwachbrĂŒstig ausgefallen ist. Auch der Beitrag von SĂ€nger Riccardo Curzi fĂ€llt im Vergleich zu dem seiner "Begleitung" etwas schwach aus. Der Kerl verfĂŒgt zwar ĂŒber eine fĂŒr derlei KlĂ€nge geeignete Stimme, scheint aber noch ein wenig schĂŒchtern zu sein, so daß mir immer wieder der Gedanken kommt, dem Kerl beim Zuhören ein markiges: "Los Riccardo, brĂŒll' uns an! Du schaffst das!" entgegenzuplĂ€rren.

Ansonsten gibt es aber kaum Grund zum Meckern, denn »Web Of Deceit« stellt eine ĂŒberaus solide Vorstellung dar, die als Basis fĂŒr weitere Werke durchaus herangezogen werden kann. Vielleicht kann man Riccardo beim nĂ€chsten Mal ja irgendwie aus der Reserve locken, der Knabe hat nĂ€mlich durchaus das Zeug zu einem Metal-SĂ€nger.

http://www.firestorm.it/

info@firestorm.it

gut 10


Walter Scheurer

 
FIRESTORM (I) im Überblick:
FIRESTORM (I) – Web Of Deceit (Rundling)
FIRESTORM (I) – News vom 30.03.2006
FIRESTORM (I) – News vom 02.04.2010
FIRESTORM (I) – News vom 07.10.2010
FIRESTORM (I) – News vom 30.11.2010
andere Projekte des beteiligten Musikers Simone Polenta:
S.Y.N:A.P.T.I.C – News vom 31.08.2004
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