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OUT OF DAMAGE

Wake Up Call

(7-Song-CD-R: € 5,-)

Keine Ahnung, was genau in Mannheim in der Luft liegt, interessant ist es für mich jedenfalls festzustellen, daß alle Bands aus dieser Stadt, die ich in den letzten Monaten bzw. Jahren kennengelernt haben, trotz des Umstandes, daß sie völlig unterschiedliche Gangarten des harten Rocks einschlagen, eine immense Aggressivität intus haben. Ob das etwa an der wohl dezent BASF-chemiegeschwängerten Luft liegt, die vom anderen Rheinufer in die Stadt weht?

Auch OUT OF DAMAGE, ein Quintett, das seit knapp fünf Jahren besteht, macht da keine Ausnahme. Der Fünfer hat sich als Motto offenbar auserkoren, immerzu den harten Weg zu gehen, und das läßt sich auf »Wake Up Call«, dem Debut der Jungs, auch fraglos nachvollziehen. Mit einer durchweg Groove-orientierten Melange gehen es O.O.D. zumeist sehr druckvoll an, selbst wenn es die Band nicht verabsäumt, für Abwechslung durch eher leise Töne zu sorgen. Daß die Jungs in ihrer Frühzeit auf Coverversionen spezialisiert waren, läßt sich nicht zuletzt anhand des Bonustracks nachvollziehen. Die zwar etwas eigenwillige, aber keineswegs unoriginelle Interpretation des PRIEST-Klassikers ›Breaking The Law‹ bekommt man als Bonus um die Ohren geballert und rundet das Bild gut ab, auch wenn auf die britische Institution auf »Wake Up Call« keineswegs als bemerkbare Einflußquelle zu vernehmen ist. Für mein Dafürhalten wäre diesbezüglich es naheliegender gewesen, hätten die Burschen Formationen wie PANTERA, PRONG, oder diverse New Orleans-Größen gecovert, die inspirativ allgegenwärtig erscheinen. In erster Linie nämlich dominiert auf diesem Album der Groove, und diesen wissen O.O.D. in allen Heftigkeitsgraden gekonnt an den Zuhörer zu bringen.

Leider kommen die Songs der Burschen noch nicht durchgehend zwingend aus den Boxen, und auch die Gesangsvorstellung klingt noch vollständig überzeugend, eine gesunde Basis für spätere Veröffentlichungen ist mit diesem "Weckruf", der Fans allerorts aus dem Schlaf rütteln sollte, aber in jedem Fall geschaffen. Der Weg nach oben ist - wie es der Band ohnehin bewußt ist - ein harter!

http://www.outofdamage.de/

contact@outofdamage.de

Was liegt da in der Luft?


Walter Scheurer

 
OUT OF DAMAGE im Überblick:
OUT OF DAMAGE – Wake Up Call (Do It Yourself-Review von 2010)
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