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SOBER TRUTH

Outta Hell

(15-Song-CD-R: Preis unbekannt)

"Ab-geht-die-Post-Metal" nennen die Siegburger SOBER TRUTH ihre Musik und treffen damit den Nagel ziemlich exakt auf den Kopf, vorausgesetzt sie nehmen nicht die österreichische Post als Maßstab, denn dann würde dieser Begriff eher zutreffen, wenn sich die Band auf epischen Doom spezialisiert hätte.

Doch das ist hier keineswegs der Fall, auf ihrem aktuellen Silberling »Outta Hell« kredenzt uns das Quartett in der Tat einen zumeist mächtig lostrabenden und fetten Mix aus reichlich traditionellem Heavy Metal, vereinzelten Power Metal-Einschüben und einer gesunden Dosis Thrash Metal, der sich hören lassen kann. Dazu wurden vereinzelte, eher zeitgemäße und moderne Klänge integriert, aber auch - vor allem durch den Gesang von Torsten bedingt - Gothic/Dark Metal-Anleihen bekommt man zu hören, wodurch für zusätzliche Abwechslung gesorgt werden konnte. In Summe machen die Jungs ihre Sache mit dieser, vermeintlich übertrieben abwechslungsreichen Melange dennoch ziemlich gut, zumal es SOBER TRUTH speziell in der ersten Hälfte dieses Werkes schaffen, die unzähligen Ideen und Details in ihren Kompositionen unterzubringen und diese trotzdem schlüssig klingen zu lassen. Obendrein ist es den Jungs sogar noch gelungen, einige Tracks mit griffigen Hooks auszustatten, wodurch sich diese problemlos beim Zuhörer einprägen können.

Doch leider ist (noch) nicht alles Gold, was glänzt. Gegen Ende hin muß man als Zuhörer nämlich doch Qualitätseinbußen hinnehmen, die dadurch bedingt sind, daß den Tracks die zwingenden Elemente fehlen. Die von mir zunächst deshalb kritisch beaugapfelte Anzahl von 15 Songs stellt dabei jedoch nicht wirklich das eigentliche Problem dar, zumal man ohnehin dreimal mit einer ›Introduction‹ aufwartet und obendrein mit dem spaßigen Rauswurf, der ›Sober Truth Hymn‹ (für die man sich in altbewährter Manier am ›Yellow Submarine‹ bediente, um dieses mal mehr in Südkurvenmanier darzubieten), ein kurzes Stückchen anzubieten hat. Viel eher liegt es am Umstand, daß die Tracks des letzten Drittels von »Outta Hell« einfach nicht längerfristig hängenbleiben. Keineswegs schwach in Summe, im Endeffekt aber auch noch nicht wirklich reif für einen Durchbruch, da das Niveau noch nicht durchgehend gehalten werden kann.

http://www.sober-truth.de/

band@sober-truth.de

Ab geht die Post


Walter Scheurer

 
SOBER TRUTH im Überblick:
SOBER TRUTH – Outta Hell (Do It Yourself-Review von 2010)
SOBER TRUTH – News vom 03.05.2010
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