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ASHENT – Flaws Of Elation

LUCRETIA RECORDS INTERNATIONAL (Import)

Was auch immer diese Italiener zu ihrem Albumtitel inspiriert haben mag, die Bedeutung wird durch die Wirkung des Werkes ad absurdum geführt. »Flaws Of Elation« heißt in etwa "Mängel an Hochgefühlen", wird jedoch für diejenigen Zeitgenossen zum Gegenteil davon, die ihren Metal gerne komplex, vertrackt und mit amtlicher DREAM THEATER-Schlagseite genießen. Hinsichtlich des Begriffes "Elation" wird der Titel allerdings geradezu zum Programm, da ASHENT diesen Anspruch mehr als nur erfüllen. Das Sextett aus der Region Venedig vermag die Prog-Metaller unter der Sonne mit Sicherheit amtlich zu beeindrucken und zwar obwohl wir es bei ASHENT offenbar mit einer noch recht unerfahrenen Band zu tun haben, die im Jahr 2002 gegründet wurde und bislang erst einmal mit einem Demo in Erscheinung getreten ist.

In »Flaws Of Elation« haben die Burschen ein wahrlich imposantes, in Eigenregie produziertes Stück Edelmetall anzubieten, das trotz überaus komplexer Strukturen, durch eine gewisse Zugänglichkeit besticht. Diese ist wohl auch darauf zurückzuführen, daß ASHENT erpicht darauf waren, ihre Kompositionen keineswegs in ausladender Breite anzulegen, sondern eher straff zu arrangieren und direkt an den Hörer vermitteln zu können. Exakt dieser Umstand macht »Flaws Of Elation« auch zu einem wahren Feuerwerk an erfrischendem Prog-Metal.

Die Jungs wissen durchweg, Gas zu geben, streuen Breaks und Tempowechsel geschickt und unverhofft ein und scheuen dennoch auch vor griffigen Hooks nicht zurück. Diese Gangart kommt offenbar auch Frontmann Steve Braun sehr zugute, denn der Knabe vermag zu beeindrucken und auch durchaus Akzente zu setzen, selbst wenn er sich mitunter doch noch zu deutlich an James LaBrie orientiert. Zu erwähnen gilt es zum Abschluß noch, daß ASHENT - trotz aller Verspieltheit und Komplexität - sehr wohl auch Augenmerk auf Heftigkeit gelegt haben, weshalb einige Tracks, nicht zuletzt durch die gekonnt und passend eingestreuten Growls von Bassist Gianpaolo Falanga, vehement in Richtung Progressive Thrash Metal tendieren.

Ein wirklich mächtiges Album, das uns hier aus "Bella Italia" kredenzt wurde. Bitte mehr davon!

http://www.ashent.net/

gianpaolo_falanga@tiscali.it

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
ASHENT im Überblick:
ASHENT – Ashent (Do It Yourself-Review von 2005 aus Online Empire 25)
ASHENT – Flaws Of Elation (Rundling-Review von 2008 aus Online Empire 34)
ASHENT – Flaws Of Elation (Rundling-Review von 2008 aus Y-Files)
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