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HEADLESS (I, Avezzano) – Square One

M-THEORY AUDIO/MEMBRAN INTERNATIONAL GmbH

Als bislang einzige von mehreren Formationen, die sich diesen Bandnamen ausgesucht haben, konnten diese Italiener schon gehörig auf sich aufmerksam machen. Zum einen, weil ihre bisherigen drei Langeisen durchaus positiv aufgenommen wurden. Und zum anderen, weil seit mittlerweile zehn Jahren mit Göran Edman ein renommierter Frontmann zur Besetzung der Band zählt. Der Schwede war bereits auf »Growing Apart« und »Melt The Ice Away« mit von der Partie, und hat mit seiner samtenen Stimme viel zur Gesamtwirkung und dem Wiedererkennungswert von HEADLESS beitragen können.

Sein Vortrag erweist sich selbstredend auch auf ›Square One‹ als essentiell. Schließlich sind es seine Gesangsmelodien, die so manchen der auf den ersten Höreindruck hin komplexer und abgefahrener als sonst klingenden Tracks, einen gewissen Ohrwurmfaktor verabreichen können. Stilistisch ist sich die Formation an sich durchaus treugeblieben, und hat einmal mehr klangtechnisch einwandfrei dargebotenen Melodic Hard Rock mit feinen Gitarren als Fundament im Angebot. Im Vergleich zu den erwähnten Vorgängern wurde das Material jedoch mit einer wesentlich deutlicheren Prog-Schlagseite versehen. Da sich die, seit dem Einstieg von ELEGY-Bassist Martin Helmantel inzwischen zur Multikulti-Truppe avancierte Band, jedoch nach wie vor weder um Konventionen noch um Limitierungen schert, ist das dargebotene Klangspektrum aber auch damit längst noch nicht ausreichend beschrieben.

So überraschen HEADLESS gleich zu Beginn in ›A Leafs Flight Path‹ mit Soul und tanzbaren Funk-Rhythmen, während es mit ›Tail Down Low‹ in Richtung der eher poppigen, von ihren frühen Charterfolgen inspirierten MARILLION geht. Regelrecht nach Archivmaterial aus dem Studio des Frontmanns klingt ›Misdirection‹, geht es dabei doch in Richtung seiner früheren Band MADISON. Quasi als Gegenentwurf dazu erweist sich ›Risin‘ Up‹, mit dem das Album beendet wird. Schließlich hat man dabei den Eindruck, die Band würde dem Zeitgeist des Stadionrocks gerecht werden wollen.

Das gelingt auch definitiv, denn diese Hook wird man einfach nicht mehr los! Gut möglich, daß HEADLESS damit nun endlich den längst verdienten Erfolg einfahren, und den Titel auch in die Tat umsetzen können. Das läßt sich zum Glück von der einzigen deutschsprachigen Nummer nicht behaupten. ›Langeweile‹ wird dem wohl augenzwinkernd gemeinten Titel nämlich nicht mal ansatzweise gerecht. Wie auch, präsentieren HEADLESS damit doch nicht nur ein weiteres, feines Melodie-Häppchen, sondern begeistert zudem auch mit der abgefahrensten Rhythmik des gesamten Albums. Durchaus denkbar, daß bei der Titelwahl der Schalk im Nacken saß, aber das war wohl auch schon bei der Namensfindung für die Band der Fall. "Kopflos" agieren diese Herren nämlich nach wie vor nicht!

http://www.headless.it/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
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