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TRAUMER – Avalon

FASTBALL MUSIC/SOULFOOD

Seit fast zehn Jahren treibt diese Formation ihr Unwesen im brasilianischen Underground und hat sich dort offenbar auch schon einen ganz guten Namen erspielen können. Zwar hat es die 2012er EP »Eleazar« gar nicht, das erste Langeisen »The Great Metal Storm« erst als Re-Release offiziell zu uns geschafft, völlig unbekannt ist die Formation aber auch nicht mehr.

Neue Fans zu finden dürfte den Burschen aus Sao Paolo mit ihrem neuen Dreher wirklich leichtfallen, schließlich macht es das Quintett niemandem schwer, sich ihrer Zielgruppe zugehörig zu fühlen. Zwar könnte man mitunter durchaus meinen, die Burschen hätten sich Michael Kiske persönlich ins Studio geholt, um die Songs einsingen zu lassen, doch zu hören ist mit Guilherme Hirose der begnadete Frontmann des Fünfers. Der verfügt allerdings nicht nur über eine sehr ähnliche Stimmfarbe wie sein (vermutlich) großes Idol, sondern scheint auch bei seinem Landsmann Andre Matos sehr genau auf die Phrasierung geachtet zu haben und weiß, auch damit zu beeindrucken.

Doch es ist keineswegs der Gesang allein, an dem man die Inspirationsquellen und Vorbilder von TRAUMER ausmachen kann, auch so manche Melodie, vor allem wenn es mit Tempo zur Sache geht (wobei vor allem ›Forever Starts Tomorrow‹ über reichlich Hitpotential verfügt und sich schon nach dem ersten Durchlauf im Langzeitgedächtnis eingenistet hat!), offenbart die Truppe eine mehr als nur gehörige Affinität zu HELLOWEEN. Doch auch in ihrer näheren Umgebung hat es viel zu entdecken gegeben, als sich die Band formierte. Aus der immerzu dezent bombastischen, zumeist durchaus kraftvoll vorgetragenen und mit einer feinen Prog-Nuance abgeschmeckten Melange läßt sich nämlich immer wieder auch das Frühwerk von ANGRA heraushören.

Zugegeben, eigenständig klingt »Avalon« nicht unbedingt, an der Klasse der Songs ändert das auch nichts.

http://traumer.com.br/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
TRAUMER im Überblick:
TRAUMER – Avalon (Rundling-Review von 2021)
TRAUMER – The Great Metal Storm (Re-Release-Review von 2017)
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