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  UE-Home → History → Online Empire 82 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – »Aeromantic«-Review last update: 14.07.2024, 22:35:51  

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THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Aeromantic

NUCLEAR BLAST RECORDS/EAST WEST

Von einem "Nebenprojekt" kann im Fall von THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA wahrlich keine Rede mehr sein. Die von SOILWORK-Sänger Björn "Speed" Strid als solches gegründete Formation hat sich längst in der Szene etabliert und seine eigentliche Stammband locker-flockig links überholt. Verkaufszahlenmäßig sowieso, aber auch veröffentlichungstechnisch, schließlich stellt man - gerechnet ab 2012, dem Jahr in dem das Debut »Internal Affairs« aufgelegt wurde - den inzwischen fünften Longplayer in die Regale, während es SOILWORK seit 2010 auf lediglich vier Stück gebracht haben.

Die Motivation, das "ORCHESTER" auch weiterhin mit Volldampf voranzutreiben, kommt wenig überraschend, schließlich wurde das letzte Album »Sometimes The World Ain't Enough« sogar für einen Grammy nominiert. Daß man daran anzuschließen bestrebt ist, erscheint logisch und da es den Musikern ohnehin nicht an Ideen mangelt, steht mit »Aeromantic« nun also das dritte Studioalbum innerhalb von nur zweieinhalb Jahren am Start beziehungsweise an der Abschußrampe, um im "Fachjargon" zu bleiben.

Darauf gibt es erneut eine auf Anhieb zwingende Melange zu hören, die sowohl eleganten AOR, wie auch Pop, Funk, Soul und Keyboard-lastigen Hard Rock mit Spät-70er/Früh-80er-Referenz aufweist. Allerdings muß man sehr wohl anführen, daß einem beim Hören so einiges bekannt vorkommt (das Haupttriff des Openers ›Servants Of The Air‹ etwa, bei dem wohl nicht nur meine Wenigkeit sofort ›Back To Back‹ von den PRETTY MAIDS mitzugrölen bestrebt ist, oder ›Transmissions‹, das nach einer Art "Medley" des 1980er KISS-Albums »Umasked« klingt), da es die Herrschaften und ihre Backgroundsängerinnen jedoch locker schaffen, für bestes Entertainment zu sorgen, dürfte so manches Auge zugedrückt werden...

Zwar bleibt vorerst noch unbeantwortet, ob es wirklich essentiell war, daß Jonas Källsbäck jenes Drum-Equipment verwenden durfte, das einst schon bei ABBA (!) zum Einsatz kam, an der Tatsache, daß die Hook- und Ohrwurm-Dichte von THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA im Verlgeich zum letzten Dreher abermals in die Höhe geschraubt worden ist, ändert das aber nichts.

Ein super Album hat die Formation definitiv geliefert, ob es auch für diese SchwedInnen "Super Trouper" weitergeht, wissen wir demnächst.

http://www.facebook.com/pages/the-night-flight-orchestra/210664785613576

super 14


Walter Scheurer

 
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA im Überblick:
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Aeromantic (Rundling-Review von 2020 aus Online Empire 82)
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Aeromantic II (Rundling-Review von 2021 aus Online Empire 89)
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Amber Galactic (Rundling-Review von 2017 aus Online Empire 71)
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Internal Affairs (Rundling-Review von 2012 aus Online Empire 52)
THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Sometimes The World Ain't Enough (Rundling-Review von 2018 aus Online Empire 76)
unter dem ehemaligen Bandnamen NIGHT FLIGHT ORCHESTRA:
NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – News vom 25.03.2011
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