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HATCHET (US, CA) – Fear Beyond Lunacy

THE END RECORDS/SOULFOOD

An sich hätten diese Burschen aus der Bay Area die besten Voraussetzungen mitgebracht, um mit ihrem Debut »Awaiting Evil« ähnlich durchzustarten wie diverse andere, sich dem klassischen Thrash hingebende junge Formationen. Gestimmt hätte insofern alles, da auch die Burschen von HATCHET einen fulminanten (wenn auch in dieser Zeit noch ein wenig holprig-rumpligen) Mix zu kredenzen wußten und darüber hinaus auch einen überaus kompetenten Business-Partner an ihrer Seite hatten. Obendrein wäre ihnen auch noch ihre Herkunft in Sachen Authentizität zugutegekommen, dennoch wurde es nichts mit einem Durchmarsch, sondern schon recht bald nach dieser Veröffentlichung merkwürdig still.

Aus (zu jenem Zeitpunkt noch) nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen passierte sogar längere Zeit so gut wie nichts, weshalb 2013, als die Band mit »Dawn Of The End« endlich ein weiteres Lebenszeichen von sich gab, viele Fans dachten, es würde sich um ein Debut handeln. Wenn überhaupt - denn von besagtem Teil hat man hierzulande generell kaum etwas mitbekommen, während sich die Konkurrenz von HAVOK bis zu den SUICIDAL ANGELS längst in die Herzen der jungen und alten Thrash-Maniacs spielen konnte.

Mit ein Grund für die schlicht nicht vorhandene Präsenz in diesen Jahren dürfte auf jeden Fall die offenbar sehr schwierige Personalsituation gewesen sein. Hält man sich vor nämlich vor Augen, daß von der Originalbesetzung nur noch Julz Ramos bei HATCHET mit von der Partie ist, während die Anzahl der Ex-Bandmitgliedern inzwischen im zweistelligen Bereich liegt, verwundert die Untätigkeit in den letzten Jahren nur noch wenig. Doch die Band hat nicht aufgegeben, und Julz scheint es so richtig wissen zu wollen und kredenzt ein fett produziertes Thrash Metal-Brett, das von Anfang an durch filigranes, technisch versiertes, aber dennoch punktgenaues, genickbrechendes Riffing besticht. Dadurch erweisen sich auch nahezu alle der zehn Tracks auf Anhieb als Ohrwürmer und kommen obendrein mit sattem Groove aus den Boxen, da es auch die Rhythmusfraktion versteht, für entsprechenden Punch zu sorgen und zudem sehr banddienlich zu agieren.

Passend zu diesem Vortrag wirkt auch die giftige, jedoch zu keiner Sekunde bewußt auf aggressiv oder gar böswillig modern getrimmte Stimme von Julz, der wohl die "alte Schule" des Thrash-Shoutings absolviert hat und in gewisser Weise an eine heftigere Ausgabe des jungen Mark Osegueda erinnert, mitunter aber auch den ganz frühen Mille in Erinnerung ruft.

Experimente haben HATCHET dagegen noch immer nicht nötig. Wozu auch, diese Jungs scheinen nämlich inzwischen ganz genau zu wissen, was man als Fan erwartet, wenn sich eine Band aus der Bay Area mit Thrash Metal vorstellig macht.

http://www.facebook.com/hatchetofficial

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
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