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  UE-Home → History → Online Empire 58 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → Gus G. – »I Am The Fire«-Review last update: 21.02.2024, 21:16:40  

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Gus G. – I Am The Fire

CENTURY MEDIA RECORDS/EMI ELECTROLA

An der Tatsache, daß der Grieche Kostas Karamitroudis ein begnadeter Künstler an der Sechssaitigen ist, besteht schon seit langen Jahren kein Zweifel. Seine Kompetenz als Komponist dagegen wurde bislang leider bei weitem nicht in jenem Maß gewürdigt, die dem als Gus G. bekannten Musiker seit frühesten FIREWIND-Tagen eigentlich zustehen würde. Das mag eventuell auch damit zu tun haben, daß sich nicht jedermann mit den herrlichen Melodic Metal-Geschossen seines Unternehmens beschäftigen mag.

Mit seinem ersten Soloalbum sollte dem Griechen nun aber endlich der ihm zustehende Respekt zugesprochen werden. Und das nicht bloß deshalb, weil der gute Gus auf »I Am The Fire« kaum Querverweise zu seiner Stammformation aufkommen läßt, sondern stattdessen ein locker-lässiges Hard Rock/Classic Rock-Werk kredenzt. Dieses unterstreicht auch seine Kenntnis davon, welcher Sänger wohl seine Intention idealerweise umzusetzen imstande ist. Von daher ist es kaum verwunderlich, daß der schon bei FIREWIND als sein perfekter Partner (wenn auch nur auf der Bühne) etablierte Mats Leven einen Großteil der Gesangspassagen erledigt und die vorwiegend fetzigeren Nummern zum besten geben darf.

Darüber hinaus sind aber auch noch einige andere Könner mit von der Partie, wobei sich auch diesbezüglich die Auswahl als ideal entpuppt. Speziell das mit gehörigem Sleaze-Anteil aus den Boxen bretternde ›Redemption‹, das von Ober-STEEL PANTHER Michael Starr intoniert wird und der AOR/Melodic-Ohrwurm ›Summer Days‹ mit Jeff Scott Soto am Mikro lassen das Gespür von Gus für die Auswahl des Sängers, noch viel mehr aber seine Klasse als Songschreiber erkennen. Doch auch Tom Englund paßt zum düster-melancholischen Seelenschmeichler ›Dreamkeeper‹ wie die Faust aufs Auge und wie es sich für einen Gitarristen von Format geziemt, wird selbstverständlich auch exquisite Instrumentalkost geboten, wobei Gus zwei der bekanntesten Bassisten (Dave Ellefson beziehungsweise Billy Sheehan) rekrutieren konnte und sich auch in diesen Nummern keineswegs als Frickel-König etablieren möchte, sondern eher im Stile des jungen Michael Schenker seine Gitarre einsetzt. Chapeau!

http://www.gusgofficial.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
Gus G. im Überblick:
Gus G. – Fearless (Rundling-Review von 2018 aus Online Empire 76)
Gus G. – I Am The Fire (Rundling-Review von 2014 aus Online Empire 58)
Gus G. – Online Empire 75-Interview (aus dem Jahr 2018)
Gus G. – Online Empire 90-Interview (aus dem Jahr 2022)
Gus G. – News vom 27.11.2012
Gus G. – News vom 03.03.2016
Playlist: Gus G.-Liveshow Wien, Reigen, "Electric Guitarlands"-Festival 02.05.2023 in "Jahrescharts 2023" auf Platz 3 von Walter Scheurer
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