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Phil Sutcliffe
AC/DC - High Voltage-Rock 'n' Roll: Die ultimative Bildbiographie
( EDEL ROCKBUCH, ISBN: 978-3-8419-0079-1 )

Gretchenfrage: Brauchen wir heutzutage noch eine AC/DC-Biographie? Oft genug sind die australischen Vorzeigerocker schon für solche Projekte - mit oder auch ohne offiziellen Segen - herangezogen worden. Und spätestens seit der exzellenten AC/DC-History, die die Kollegen vom ROCK HARD unlängst veröffentlicht hatten, sollten auch keine ernsthaften Fragen in Sachen rockendem Gleichstrom/Wechselstrom offen sein.

Daher hat der britische Journalist Phil Sutcliffe auch ganz bewußt den Zusatz "Bildbiographie" gewählt und in dieser Hinsicht ganze Arbeit geliefert. Das beginnt schon beim aufwendigen Cover, wo man den am Bühnenboden liegenden Angus dank einer eingebauten "Drehscheibe" auf dem Boden kreisen lassen kann. Man sieht also, daß der Kampf um den "Nicht schon wieder ein AC/DC-Buch!"-Käufer von der ersten Sekunde an aufgenommen wird. Doch gerade in optischer Hinsicht stellt "High Voltage-Rock 'n' Roll" eine Vollbedienung dar: Von einem Schuß bei der ersten AC/DC-Photosession (natürlich noch mit Dave Evans) bis hin zu Szenen von der letzten Tour hat man die Photos von unzähligen weltbekannten Photographen auf 224 Seiten gebündelt. Doch damit nicht genug, denn auch Bill Voccia, vielleicht der größte AC/DC-Sammler weltweit, hat seine Archive geöffnet, so daß sich Abbildungen von raren Singlepressungen über Backstagepässe und Plakaten bis hin zu allerlei Promoschnickschnack meterhoch türmen und selbst Kai und Kuno, unsere beiden eifrigen AC/DC-Sammler unter den HEAVY-Schreibern, eine Menge Preziosen vor Augen geführt bekommen, die sie in natura noch nie gesehen haben.

Der Text des ursprünglich 2010 auf Englisch erschienenen Buches erzählt die Geschichte jener Band, die zu einer der erfolgreichsten der Welt aufsteigen sollte, ohne spektakuläre Neuigkeiten auszugraben, aber dennoch sollten selbst eingefleischte AC/DC-Fans Stunden beim Blättern in der nun erschienenen deutschsprachigen Ausgabe von Phil Sutcliffes Buch verbringen, zumal der Preis mit 25 Euro erstaunlich moderat ausgefallen ist.


Stefan Glas

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