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Nick Mason
Inside Out
( ROCKBUCH VERLAG, ISBN: 978-3-927638-39-6 )

Ich habe sĂ€mtliche ReferenzbĂŒcher ĂŒber PINK FLOYD mit einem LĂ€cheln wieder weggelegt. Lieber Autor, das hast Du Dir schön ausgedacht, aber so ist es nun wirklich nicht gewesen." - Nick Mason

Was letztendlich der ausschlaggebende Grund fĂŒr Nick Mason war, "Inside Out" zu veröffentlichen, bleibt auch nach dem Lesen des Buches im Ungewissen. Mit einem akribischen WĂ€lzer, der jeden kleinsten Schritt der Band nachzeichnet, will und kann "Inside Out" nicht konkurrieren.

Angefangen von den ersten mehr oder weniger erfolgreichen musikalischen Gehversuchen ĂŒber die Entwicklung des klassischen PINK FLOYD-Sounds, die ersten Erfolge, dem Austausch von Syd Barrett gegen David Gilmour, den Split mit Roger Waters sowie die Wiedervereinigung beim "Live 8"-Auftritt 2005 beleuchtet Nick Mason humorvoll die verschiedenen Bandphasen und scheut dabei nicht zurĂŒck, auch eigene Verhaltensweisen kritisch zu reflektieren.

Der Autor, der Schlagzeuger und einziges durchgÀngiges Mitglied der 40-jÀhrigen Bandgeschichte ist, liefert ein sehr persönliches PortrÀt und raubt manchem Mythos, der sich im Laufe der Zeit um die Band legte, die Grundlage. So entpuppt sich der teilweise zur Musikerfehde des Jahrhunderts hochstilisierte Split mit Roger Waters als eine Mischung aus mangelnder KommunikationsfÀhigkeit und schlechtem Timimg, wie sie wohl nicht nur Bands tagtÀglich durchleben.

Sich durchaus bewußt, daß seine Sicht der Dinge nicht die einzig wahre ist, wurde "Inside Out" vor Veröffentlichung auch von seinen (ehemaligen) Bandkollegen David Gilmour, Roger Waters sowie dem inzwischen leider verstorbenen Rick Wright gelesen und grĂŒndlich kommentiert - einzig die Sichtweise Syd Barrets bleibt unberĂŒcksichtigt, hatte sich dieser doch auf Grund seines psychischen Verfalls seit seinem Ausstieg immer mehr von der Außenwelt zurĂŒckgezogen. Illustirert wird das Buch von einer ganzen Reihe Photos, die nicht in die Rubrik "schon tausendmal gesehen" fallen - und selbst wenn, ist es meist eine Aufnahme, die doch aus einem anderen Blickwinkel gemacht wurde oder ein bisher unbekanntes Detail zeigt.

"Inside Out" nimmt den Leser mit auf eine rund 400 Seiten starke vergnĂŒgliche Zeitreise, bei der man - obwohl der Ausgang der Geschichte lĂ€ngst bekannt ist - immer wieder Neues und Spannendes entdeckt.


Andreas Thul

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