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NOISY NEIGHBOURS 28
72 Seiten DinA4 1,50 € (plus Porto & Verpackung) Deutsch
NOISY NEIGHBOURS; TraurigeTropen GbR; Edisonallee 10; D - 53125 Bonn
http://www.noisy-neighbours.com/
keule@noisy-neighbours.com

Es ist mit Sicherheit nicht Metal, aber dennoch ein mustergültiges Fanzine - im eigentlichen Sinne! Das NOISY NEIGHBOURS geht nämlich seinen eigenen Weg fernab der Pfade, die die großen Magazine austrampeln und hat somit ein ganz dickes Lob verdient. Denn: Viel zu viele der heute so rar gewordenen Printfanzines betätigen sich mittlerweile damit, den Sermon der "Großen" nachplappern.

NOISY NEIGHBOURS offeriert eine klare Alternative zum Mainstream, hat keine Angst, kontrovers zu sein und macht dabei aus seiner linken politischen Gesinnung keinen Hehl, ohne sich aber als Demagoge zu betätigen. Daß Politik generell ein wichtiges Thema für die Macher ist, sieht man am Interview mit der uruguayanischen Band ABUELA COCA, das sich zu einem Großteil um die sozialen Probleme und die Menschenrechtsverletzungen in der Heimat der Band dreht, was die Story aber für jeden aufgeweckten Leser höchst interessant macht, auch wenn er vielleicht mit der Musik der Truppe nichts anfangen kann.

Wie gesagt, Metal darf man von NOISY NEIGHBOURS nicht erwarten, denn lediglich einige Reviews und die Stories mit SOIL, BARON'S BALL und IT DIES TODAY haben eine gewisse metallische Legierung, während ansonsten Indie, Alternative und Punk dominieren. Neben der Musik haben auch die Themen Film, Literatur und Comics einen deutlichen Stellenwert im NOISY NEIGHBOURS.

In Sachen Druck und Layout kommt das NOISY NEIGHBOURS weitgehend professionell daher, auch wenn ein Bild/Text-Verhältnis wie beispielsweise im Falle der IT DIES TODAY-Story nicht unbedingt fanzinetypisch ist; für einige layouttechnische Todsünden, über die man stolpert, wird man andererseits mit einigen sehr schick gestalteten Seiten (SOIL, MAJOR PARKINSON, etc.) entschädigt.

Wer nicht die Katze im Sack kaufen möchte, kann sich auch auf der Homepage das NOISY NEIGHBOURS als PDF runterladen. Eine Bestellung sollte bei Gefallen allerdings Ehrensache sein!


Stefan Glas

Kauft mehr Fanzines - Millionen Nicht-Käufer können nur irren!

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