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Movie

Almost Famous



COLUMBIA TRISTAR

Doppel-DVD



Stefan Glas


Er ist zwar noch nicht richtig trocken hinter den Ohren, doch er zieht mit den großen Rockstars durch die Weltgeschichte: Held William. In "Almost Famous" läßt uns Drehbuch-Autor Cameron Crowe an seiner eigenen Geschichte teilhaben: Er erzählt wie er Anfang der Siebziger in das Metier der Schreiberlinge reinrutschte und was er auf seiner ersten Odyssey alles erlebte. Und weil ein Fachmann das Drehbuch geschrieben hat (immerhin war Cameron jahrelang Schreiber beim ROLLING STONE) taucht in "Almost Famous" kein solch hanebüchener Unsinn auf, wie es sonst in Filmen mit und um Rock'n'Roll und/oder Metal der Fall ist. Lediglich ein kleiner Fehler ist Cameron unterlaufen, denn bei einer Party, die im Jahre 1972 stattfindet, läßt er DEEP PURPLEs ›Burn‹ aus den Boxen dröhnen; der DP-Fachmann weiß allerdings, daß diese Scheibe erst zwei Jahre später erschien. Doch wollen wir die Erbsenzählerei mal außen vor lassen, denn "Almost Famous" ist ein herrlich unterhaltsamer Film, der 2001 verdientermaßen den Oscar für das beste Drehbuch abstauben konnte. Als Krönung gibt es tolle Musik, an der beispielsweise Nancy Wilson von HEART mitgebastelt hat, und eine atemberaubende Kate Hudson, die das Groupie (obgleich sie in dem Streifen auf die Bezeichnung "Band Aid" besteht) Penny Lane spielt. Zudem enthält "Almost Famous" die schönste filmische Metapher für die Macht der Musik: Als in der Mitte des Films die Band, mit der William on tour ist, völlig zerrüttet scheint, hilft die Magie eines Songs bei einem Neuanfang.

Auf der Hülle prangt fett das Etikett "mit XXL-Bonusmaterial", was in diesem Fall ausnahmsweise nicht übertrieben ist, so daß die Doppel-DVD den oft recht hohen Preis, der verlangt wird, durchaus wert sind. Zum einen wurde der Film im fast 30 Minuten längeren Director's Cut verewigt, und darüber hinaus findet man weitere Szenen, die nie komplett fertigproduziert wurden. Und in diesem Fall muß man nicht wie beispielsweise bei "Apocalypse Now - Redux" feststellen, daß es auch gute Cutter gibt, die die überflüssigen Szene herausschneiden, sondern die zusätzlichen "Almost Famous"-Bilder geben weitere interessante Einblicke. Ein weiteres wertvolles Extra ist der Audiokommentar von Cameron Crowe und Anhang, bei dem einige interessante Facts rüberkommen. Außerdem kann man sich durch einige ROLLING STONE-Artikel von Cameron klicken und seine Lieblingsscheiben des Jahres 1973 in Augenschein nehmen. Daß solche Standards wie Kinotrailer, "Behind The Scenes"-Aufzeichnungen oder Filmographien vertreten sind, versteht sich von selbst.

"Almost Famous" ist ein Film, den man als Rockfan gesehen haben muß!

 
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