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Movie

Matrix - The Ultimate Collection



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10-DVD-Box



Stefan Glas


Visionär, bahnbrechend, phänomenal. So müßte man "Matrix" titulieren, wenn es nur den ersten Film geben würde, bei dem es sich schlicht um ein synthetisch-stylisches Meisterwerk handelt. Stop-and-go-Kameratechnik bei den Kampfszenen oder Schauspieler, die in der Bewegung eingefroren wurden, so daß sich die Kamera im großen Bogen um die Standbilder bewegte und noch nie zuvor gesehene Kamerafahrten geschaffen wurden: Bei "Matrix" wurde die digitale Aufnahmetechnik so eingesetzt, wie es noch nie zuvor der Fall gewesen war.

Musikalisch fügte man dem ersten Teil verschiedene Klangkonserven hinzu, die mit einem modernen Anstrich versehen waren. ›Dragula‹ von Rob Zombie im "Hot Rod Herman Mix", ›My Own Summer‹ von den DEFTONES, ›Wake Up‹ von RAGE AGAINST THE MACHINE sowie ›Rock Is Dead‹ von Marilyn Manson gibt es beim 1999er Auftakt der "Matrix"-Reihe zu hören.

Doch wie bei so vielen erfolgreichen Filmen sollte es auch hier weitere "Matrix"-Runden geben. Vier Jahre zogen ins Land - und dann schlug das Kommerzdenken doch noch zu, und im Jahr 2003 kamen dann gleich mal zwei neue "Matrix"-Filme ins Kino, die leider kräftig das Nest beschmutzen. Am harmlosesten ist noch die erste Fortsetzung "Matrix Reloaded", die im Mai ins Kino kam, bei dem es sich eigentlich nur um einen banalen Trittbrettfahrer handelt. Auch in härterer musikalischer Hinsicht gibt es quasi ein Spiegelbild: Die DEFTONES steuern heuer ›Lucky You‹ bei, Marilyn Manson macht ›This Is The New Shit‹ locker, aus dem Fundus von RAGE AGAINST THE MACHINE gibt es ›Calm Like A Bomb‹ und Rob Zombie gestattete Charlie Clouser, seine Nummer ›Reload‹ zu remixen. Zusätzlich kommen noch P.O.D. mit ›Sleeping Awake‹ sowie LINKIN PARK mit ›Session‹ hinzu.

Doch das war noch nicht alles, denn im November 2003 mußte man sich bei "Matrix Revolutions" fragen, warum bei dem Film die philosophisch angehauchte Frage, wieviel Macht Virtual Reality über die Menschen gewinnen kann, deutlich in den Hintergrund gestellt wurde und man stattdessen einem Streifen beiwohnt, bei dem Ballerei im großen Stil das A und O zu sein scheint. Auch in musikalischer Hinsicht fehlen jegliche rockigen bis nu-metallischen Elemente, so daß die "Matrix"-Reihe mit einem kompletten Schlag ins Wasser endet.

Einziger Trost ist die Tatsache, daß mittlerweile die "Ultimate Collection" erschienen ist, bei der die "Matrix"-Optik für eine wirklich superb aussehende 10-DVD-Box im Metallic-Look eingesetzt wurde.

 
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